FPÖ kritisiert Halloween-Fest am Wiener Zentralfriedhof

Mona HopfingerMona Hopfinger
Allerheiligen 31. Okt. Friedhof mit Sarg und Kürbis
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein für 31. Oktober geplantes Halloween-Event am Wiener Zentralfriedhof sorgt für Kritik. Der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf bezeichnet die von Bestattung Wien organisierte Veranstaltung als pietätlos und geschmacklos.

Die von Bestattung Wien und Friedhöfe Wien organisierte Halloween-Veranstaltung am Wiener Zentralfriedhof stößt auf scharfe Ablehnung der FPÖ. Das für den 31. Oktober geplante Fest soll Familien mit einer Rätselrallye, Goodiebags und Sargprobeliegen unterhalten.

Michael Stumpf, Landesparteisekretär der Wiener FPÖ und Landtagsabgeordneter, übt deutliche Kritik an dem Konzept. Der Zentralfriedhof sei die letzte Ruhestätte unzähliger Menschen und für viele Angehörige ein Ort der Trauer und des stillen Gedenkens. Ausgerechnet unmittelbar vor Allerheiligen diesen Ort zur Kulisse für ein Halloween-Gruselfest zu machen, sei völlig pietätlos und geschmacklos, so Stumpf. Spätestens beim sogenannten Sargprobeliegen werde eine Grenze überschritten.

Würdevoller Umgang mit dem Tod gefordert

Besonders rund um Allerheiligen, wenn zahlreiche Familien die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen besuchen, müsse ein würdevoller Umgang mit dem Tod selbstverständlich sein. Gegen Halloween-Veranstaltungen für Kinder spreche zwar nichts, betont der FPÖ-Politiker. Dafür gebe es in Wien aber genügend andere geeignete Orte. Ein Friedhof sei kein Freizeitpark und der Tod kein Unterhaltungsspektakel.

Bei der Veranstaltung sammelt man freiwillige Spenden für einen guten Zweck. Das ändert laut Stumpf nichts an der Kritik im Kern. Schwerkranke Kinder zu unterstützen sei natürlich gut. Ein guter Zweck erlaube aber nicht jede Art von Veranstaltung. Von einer städtischen Bestattungseinrichtung erwarte er besonders viel Gespür für Pietät (Ehrfurcht vor den Toten) und einen würdevollen Umgang mit dem Tod.
Zum Schluss bittet Stumpf die Verantwortlichen, ihr Konzept noch einmal zu überdenken. Friedhöfe seien Orte des Abschieds, der Erinnerung und des Respekts. Diese Würde müsse man schützen. Ein Halloween-Fest lasse sich auch an einem anderen Ort als dem Zentralfriedhof feiern.

Quelle: OTS

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