FPÖ kritisiert Kahr wegen Aussagen zu Bildungszentrum

Der freiheitliche Wirtschaftssprecher Robert Mörth wirft der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr vor, das Center of Excellence der Wirtschaftskammer Steiermark schlechtzureden. Über 10.000 Grazer hätten das Zentrum bereits genutzt.
Der freiheitliche Wirtschaftssprecher Robert Mörth übt scharfe Kritik an Aussagen der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr zum Center of Excellence der Wirtschaftskammer Steiermark. Kahr hatte im Grazer Gemeinderat erklärt, davon habe „kein Unternehmer in der Stadt etwas“. Zudem stellte sie die ausstehende finanzielle Beteiligung der Stadt Graz infrage.
Mörth bezeichnete die Äußerungen als „Schlag ins Gesicht“ für Betriebe, Fachkräfte und Lehrlinge. Wer einem modernen Aus- und Weiterbildungszentrum den Nutzen abspreche, zeige ein „bemerkenswertes Unverständnis von Wirtschaftspolitik“. Gerade angesichts des hohen Fachkräftebedarfs seien solche Investitionen in Qualifikation notwendig.
Über 10.000 Grazer nutzten das Zentrum
Die Zahlen widersprechen laut Mörth den Behauptungen der Bürgermeisterin deutlich. Insgesamt 39.004 Personen haben seit April 2024 direkt im Center of Excellence gelernt, wie das WIFI mitteilt. 10.136 davon sind in Graz wohnhaft. Zudem entsandten bereits 451 Grazer Unternehmen ihre Mitarbeiter zur Aus- und Weiterbildung ins Bildungszentrum.
Die Stadt Graz beteiligt sich laut Berichten der „Krone“ mit insgesamt 1,5 Millionen Euro an den Baukosten von 46,6 Millionen Euro.
Widerspruch zu früheren Aussagen
Mörth verweist auf einen Widerspruch zu früheren Äußerungen Kahrs. Anlässlich der Eröffnung des Center of Excellence habe sich die Bürgermeisterin noch positiv geäußert. Sie habe erklärt, „höchste Standards für Aus- und Weiterbildung“ seien für eine „gute wirtschaftliche Entwicklung unverzichtbar“ und der „Schlüssel“.
„Noch vor kurzem schien hochwertige Aus- und Weiterbildung für die KPÖ-Bürgermeisterin unverzichtbar, heute soll plötzlich kein Grazer Unternehmer etwas davon haben“, so Mörth. Die Zahlen würden die Aussagen von Kahr widerlegen. Offenbar ende die Begeisterung der Bürgermeisterin für Ausbildungsinitiativen dort, wo diese mit Unternehmertum und wirtschaftlichem Erfolg verbunden seien.
Abschließend betonte der freiheitliche Wirtschaftssprecher, Wohlstand und Lebensqualität müssten erwirtschaftet werden. Dafür brauche es Fachkräfte, erfolgreiche Betriebe und Menschen, die bereit seien, Leistung zu erbringen. Aufgabe der Politik sei es, diesen Menschen den Rücken zu stärken, anstatt eine Bildungseinrichtung aus politischer Verblendung heraus schlechtzureden.
Worüber spricht Graz morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.