FPÖ kritisiert Schuldenexplosion in Kärnten scharf

Pia Prodinger
Erwin Angerer Klubobmann & Landesparteiobmann bei Pressekonferenz in Wien
Der Kärntner FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer übt heftige Kritik an SPÖ und ÖVP. © fpoe-ktn.at

Der Kärntner FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer übt heftige Kritik an SPÖ und ÖVP. Anlass ist der heute veröffentlichte Rechnungsabschluss 2025 des Landesrechnungshofs, der eine Schuldensteigerung um 273,7 Millionen Euro ausweist.

Erwin Angerer, Klubobmann der FPÖ Kärnten, reagiert mit scharfer Kritik auf den heute publizierten Bericht des Landesrechnungshofs zum Rechnungsabschluss 2025. Er macht die Regierungsparteien für die finanzielle Lage des Bundeslandes verantwortlich und spricht von jahrelangen Versäumnissen.

Angerer wirft der Landesregierung vor, Reformen zu spät anzugehen. „Reformen erst jetzt anzukündigen, die man in wirtschaftlich besseren Zeiten hätte beginnen sollen, und auf höhere Steuereinnahmen zu hoffen, wird sicherlich zu wenig sein, um das Budget in Kärnten zu sanieren“, erklärt der FPÖ-Politiker. Das Problem sei nicht bei den Einnahmen, sondern bei den Ausgaben zu suchen.

Schulden steigen auf über 4,3 Milliarden Euro

Laut dem Bericht des Landesrechnungshofs verzeichnet Kärnten weiterhin die höchste Pro-Kopf-Verschuldung in ganz Österreich. Die Gesamtschulden kletterten im Jahr 2025 um 273,7 Millionen Euro und liegen nun bei über 4,3 Milliarden Euro. Der Landesrechnungshof stuft die negative Entwicklung wichtiger Haushaltskennzahlen als deutliches Warnsignal ein.

Besonders alarmierend: Bei der Belegprüfung wiesen 462 von 875 geprüften Belegen Mängel auf – das entspricht einer Quote von 52,8 Prozent.

Münzstapel mit Pfeil und Text „273,7 Millionen Euro“, Gewichte mit Geldscheinen und Warnsymbol, Mängelquote 52,8 %.

Vorwurf der Untätigkeit an Landesregierung

Die FPÖ vermisst dringend notwendige Investitionen, Reformen und Einsparungen. Angerer prognostiziert, dass die Schulden bald über 5 Milliarden Euro betragen werden. Er kritisiert zudem fehlenden Bürokratieabbau und mangelnde Sparmaßnahmen der Regierung bei sich selbst.

Der FPÖ-Klubobmann bezeichnet die Landesregierung als unfähig und wirft ihr vor, auf Kosten des Landes und der Bevölkerung zu agieren. Als Beispiel nennt er die jüngsten massiven Abgabenerhöhungen im Tourismusbereich. Angerer wirft dem SPÖ-Landeshauptmann vor, die Politik seines Vorgängers fortzusetzen, und fordert einen Kurswechsel, zu dem SPÖ und ÖVP offenbar nicht bereit seien.

Quelle: https://www.fpoe-ktn.at/reader-news/spoe-und-oevp-haben-das-land-finanziell-und-wirtschaftlich-an-die-wand-gefahren

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