FPÖ kritisiert zentrale Pflegebett-Vergabe durch Land

Mona HopfingerMona Hopfinger
Zentrales Vergabegesetz: Bett auf Zahnrädern, Wege mit "Nicht Verfügbar"
© Mit KI (Gemini) generiert

Die geplante zentrale Zuteilung von Pflegeplätzen durch das Land stößt auf Widerstand der FPÖ. Pflege- und Seniorensprecher Mario Jaksch warnt vor Bevormundung und fordert, die Entscheidung bei den Betroffenen zu belassen.

Mario Jaksch wendet sich gegen das vom Land geplante zentrale Bettenmanagement. Menschen, die auf einen Pflegeplatz angewiesen seien, befänden sich in einer belastenden Situation und benötigten Unterstützung sowie echte Wahlmöglichkeiten, so der FPÖ-Pflege- und Seniorensprecher. Einen Landesrat, der vom Schreibtisch aus über den weiteren Lebensweg entscheide, brauche niemand.

Rechtliche Grundlagen fehlen weiterhin

Laut aktuellen Berichten sind die rechtlichen Voraussetzungen für das angekündigte Bettenmanagement noch immer nicht geschaffen. Ob der erforderliche Landtagsbeschluss heuer noch kommt, ist offen.

Jaksch kritisiert das Modell scharf: „Schneemann spricht von der Einbindung der Familien. Sein Modell läuft aber auf einen einfachen Grundsatz hinaus: Wünsche erlaubt, entschieden wird im Landhaus. Das ist keine echte Wahlfreiheit.“

Vorwurf: Ankündigungen ohne Umsetzung

Der FPÖ-Sprecher wirft dem zuständigen Landesrat vor, Ankündigungen zu machen und umzuorganisieren, während Monate später die Grundlagen fehlten. Dieser „Problem-Landesrat“ liefere selbst die besten Argumente dagegen, ihm die zentrale Vergabe anzuvertrauen.

Ein freies Bett sei noch lange nicht der passende Pflegeplatz, betont Jaksch. Entscheidend seien vertraute Umgebung, Nähe zu Angehörigen und individuelle Bedürfnisse. Pflege lasse sich nicht am Reißbrett planen.

Forderung nach Wahlfreiheit statt Zentralisierung

Jaksch verlangt, die Entscheidung über den Pflegeplatz bei den Betroffenen und ihren Familien zu belassen. Aufgabe des Landes sei es, ausreichend Angebote, transparente Information und unabhängige Beratung bereitzustellen.

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen dürften nicht den Preis für einen „Zentralisierungswahn“ zahlen, so Jaksch abschließend. Wer die Pflege verbessern wolle, müsse Versorgung ermöglichen und Wahlfreiheit sichern, statt Macht im Landhaus zu konzentrieren.

Quelle: https://www.fpoe-bgld.at/news-detail/artikel/pflegebett-nach-landhaus-plan

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