FPÖ verlangt Verlängerung der A3 bis zur Grenze

Mona HopfingerMona Hopfinger
Ungarn: Stau auf der B16 und A3 wegen fehlendem Autobahnstück
© Mit KI (Gemini) generiert

Die burgenländische FPÖ fordert nach dem Aus für die Lkw-Maut den Ausbau der A3 bis zur ungarischen Grenze bei Klingenbach. Eine entsprechende Volksbefragung soll über die Umsetzung entscheiden, so die FPÖ.

Die FPÖ Burgenland dringt auf eine Verlängerung der A3 bis zur ungarischen Grenze. Klubobmann Christian Ries argumentierte bei einer Pressekonferenz, dass Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit der nun abgesagten Lkw-Maut den Transitverkehr auf höherrangige Straßen verlagern wollte. Dann müsse er auch deren Ausbau in Betracht ziehen.

Ursprünglich war mit Ungarn vereinbart worden, dass sowohl die ungarische M85 als auch die A3 bis zur Grenze bei Klingenbach im Bezirk Eisenstadt-Umgebung verlängert werden. Während die M85 mittlerweile fertiggestellt ist, wurde das österreichische Vorhaben 2021 im Rahmen einer Evaluierung des Asfinag-Bauprogramms gestrichen. Der Schwerverkehr setze der B16 zwischen Wulkaprodersdorf und Klingenbach deshalb zu, so Ries.

Studie sieht Entlastungspotenzial

Eine Verlängerung der Autobahn würde Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen sowie die Anrainerinnen und Anrainer entlasten, argumentierte der Klubobmann. Laut einer Studie könnten durch den Lückenschluss rund 15.200 Fahrzeuge pro Tag von der B16 abgezogen werden. Auch der Wirtschaftsstandort und die Arbeitsplätze in der Region würden von der Umsetzung profitieren, meinte Ries.

Die Freiheitlichen verlangen, dass sich die rot-grüne Landesregierung erneut mit einer möglichen A3-Verlängerung befasst. Es sollen eine Verkehrsprognose erstellt, unterschiedliche Trassen und Bauvarianten erarbeitet sowie eine Kostenschätzung und ein Finanzierungsmodell vorgelegt werden. Sobald all diese Unterlagen vorliegen, soll die Bevölkerung bei einer Volksbefragung über die Umsetzung entscheiden, hielt Landtagsabgeordneter Thomas Grandits fest.

Ein Dringlichkeitsantrag der FPÖ wird am Donnerstag im Landtag behandelt.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3372151/

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