FPÖ verteidigt dritten Fahrstreifen auf der A9 Pyhrnautobahn

Die FPÖ Steiermark hält am geplanten Ausbau der A9 zwischen Graz-West und Wildon fest. Landesrat Stefan Hermann und Wirtschaftssprecher Robert Mörth weisen die Kritik von rund 100 Wissenschaftlern zurück, die sich gegen die zusätzliche Spur ausgesprochen hatten.
Die FPÖ Steiermark reagiert mit Unverständnis auf den Widerstand gegen den Ausbau der A9 zwischen Graz-West und Wildon. Rund 100 Wissenschaftler hatten sich in einem offenen Brief gegen die dritte Spur positioniert und dabei Unterstützung von der grünen Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner erhalten.
Stefan Hermann, Bezirksparteiobmann der FPÖ Graz-Umgebung und Landesrat, zeigt sich verwundert über die Ablehnung des Projekts. Er lädt die Wissenschaftler ein, eine Woche lang mit Pendlern aus dem Süden von Graz die Plätze zu tauschen, die auf ihr Auto angewiesen seien. Auch Eltern, die morgens ihr dreijähriges Kind in die Kinderkrippe bringen und danach rechtzeitig zur Arbeit kommen müssten, würden von der Situation betroffen sein.
Belastung für Gemeinden entlang der Strecke
Hermann betont, dass die A9 und die Gemeinden entlang der Strecke täglich massiv belastet seien. Für die steirische Landesregierung sei klar, dass an der dritten Spur kein Weg vorbeiführe.
Robert Mörth, FPÖ-Wirtschaftssprecher und Landtagsabgeordneter, weist die Forderungen der Wissenschaftler ebenfalls zurück. Er verweist auf die überregionale Bedeutung der Pyhrnautobahn als eine der zentralen Nord-Süd-Transitachsen Europas. Täglich rolle hier Schwerverkehr zwischen Deutschland, Oberösterreich, Slowenien und dem Südosten Europas durch die Steiermark.
Wirtschaftliche Bedeutung für die Region
Der Transitverkehr verschwinde nicht, nur weil in Graz von einer autofreien Stadt geträumt werde, so Mörth. Stattdessen stehe er im Stau oder weiche auf Landesstraßen und durch Ortszentren aus. Als wirtschaftliches Kraftzentrum der Steiermark bezeichnet er den Süden von Graz, geprägt von Industrie-, Gewerbe- und Logistikbetrieben.
Jede Stunde im Stau koste Betriebe Geld, gefährde Lieferketten und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr sei wichtig, aber kein Bus und keine S-Bahn ersetze einen Sattelschlepper. Wer den Ausbau der A9 blockiere, blockiere Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Bundesland.
Hermann und Mörth halten fest, dass die dritte Spur im Interesse der Pendler, Familien, Gemeinden und der Wirtschaft kommen müsse.
Quelle: https://www.fpoe-stmk.at/blog/detail/kein-weg-fuehrt-an-der-dritten-spur-auf-der-a9-vorbei
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