FPÖ will Sekt-Investmentmodell für alle Burgenländer

Mathias FischerMathias Fischer
Zwei Frauen stoßen mit Sektgläsern an, Feuerwerk und Lagerfeuer im Garten
© VN

Die Freiheitlichen im Burgenland fordern, dass das Investitionsmodell beim Rohsekt-Ankauf künftig auch Privatpersonen und allen Betrieben offensteht. Landesparteichef Alexander Petschnig präsentierte den Vorschlag am Donnerstag.

Die FPÖ Burgenland will das Modell des Rohsekt-Ankaufs durch das Land auf Private und alle Unternehmen ausweiten. Nach dem Kauf von 195.000 Flaschen Rohsekt der A-Nobis Sektkellerei durch das Burgenland soll diese Investmentmethode nicht länger nur dem Land oder einzelnen Firmen vorbehalten bleiben, erklärte Alexander Petschnig bei einer Pressekonferenz.

Das Burgenland hatte 2023 für rund 800.000 Euro Rohsekt von der später in Konkurs gegangenen Sektkellerei erworben. Die Freiheitlichen hatten auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes Auskünfte über den Ankauf verlangt und vor dem Landesverwaltungsgericht weitgehend Recht bekommen. Zu Einzelheiten des Vertrags äußerte sich Petschnig nicht.

Vorbild aus anderen europäischen Ländern

In anderen Staaten gebe es bei Produkten mit längerer Lagerzeit – etwa Sekt, Käse oder Whiskey – bereits die Möglichkeit für Investoren, Ware zu übernehmen, führte der Landesparteichef aus. Das Risiko sei dabei überschaubar, die Renditechancen nach mehreren Jahren hingegen attraktiv.

Michelle Whitfield, Wirtschaftssprecherin der FPÖ, sieht in dem Vorschlag eine Stärkung der regionalen Wirtschaft. Jeder Bürger könne investieren, ob mit kleinen oder größeren Summen, so Whitfield. Zusätzlich schlagen die Blauen vor, die Busse der Verkehrsbetriebe Burgenland als Shuttle-Service zu Winzern oder Sehenswürdigkeiten einzusetzen. Auch grenzüberschreitende Angebote seien denkbar.

Obmannwahl im Herbst

Im Herbst steht beim Landesparteitag die Wiederwahl Petschnigs als Obmann an. Ob es einen Gegenkandidaten geben wird, ist noch unklar. Johann Tschürtz, Zweiter Landtagspräsident, hatte vor einigen Wochen eine Gegenkandidatur ins Spiel gebracht. Eine Kandidatur könne aber erst beim Parteitag selbst bekanntgegeben werden, erläuterte Petschnig.

Kritik von Tschürtz, wonach er als Nationalratsabgeordneter zu selten im Burgenland präsent sei, wies der Landesparteichef zurück. Die Landespartei sei organisatorisch und finanziell gut aufgestellt, betonte er.

Quelle: APA

Worüber spricht Burgenland morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.