Frauen in Steiermark erhalten 150 Tage weniger Pension

Pia ProdingerPia Prodinger
Equal Pension Day Steiermark 2. August zeigt Pensionslücke von 150 Tagen 2.599 Euro Männer zu 1.527 Euro Frauen
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Equal Pension Day fällt in der Steiermark heuer auf den 2. August. Bis zu diesem Zeitpunkt haben Männer bereits so viel Pension bezogen, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten werden. Die Differenz beträgt rund 41 Prozent.

Der Equal Pension Day macht heuer am 2. August in der Steiermark auf die Pensionslücke zwischen den Geschlechtern aufmerksam. An diesem Tag haben Männer bereits jene Pensionssumme erhalten, die Frauen erst bis zum Jahresende bekommen werden. Das entspricht einer Differenz von 150 Tagen oder 41,2 Prozent.

Die durchschnittliche monatliche Bruttopension liegt in der Steiermark bei Männern bei 2.599 Euro, bei Frauen hingegen nur bei 1.527 Euro. Die Zahlen stammen aus der Pensionsversicherungs-Jahresstatistik und wurden von der MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien berechnet.

Leichte Verbesserung seit 2015

Im Vergleich zu 2015 hat sich die Situation geringfügig verbessert. Damals fiel der Equal Pension Day in der Steiermark noch auf den 21. Juli. Seither wurden zwölf Tage „gewonnen“.

Österreichweit wird der Equal Pension Day heuer am 9. August begangen. Der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebunds organisiert die Aktion bereits zum zwölften Mal gemeinsam mit zahlreichen Frauen- und Gleichstellungsreferaten in österreichischen Städten.

Graz beteiligt sich an Aufklärung

In Graz macht das Referat Frauen & Gleichstellung im Rahmen von „FRiTZi bringt's – Fraueninfo vor Ort“ auf die Pensionslücke aufmerksam. Auch alle österreichischen Landeshauptstädte weisen jährlich auf diese Ungleichheit hin.

Die Berechnung erfolgt durch die Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik sowie das Frauenservice der Stadt Wien für den Österreichischen Städtebund. Grundlage ist die Pensionsversicherungsjahresstatistik, wobei das arithmetische Mittel der Bruttopensionen herangezogen wird.

Ursachen der Pensionslücke

Die Gründe für die niedrigeren Frauenpensionen liegen in der Struktur des Pensionssystems, das auf lebenslanger Vollzeitbeschäftigung ohne Unterbrechungen basiert. Frauen übernehmen jedoch den Großteil der Betreuungsarbeit und des Haushalts, gehen häufig in Karenz und arbeiten öfter in Teilzeit.

Das Resultat: Frauen weisen durchschnittlich zehn Beitragsjahre weniger auf als Männer. Diese Lücken im Erwerbsleben führen zu niedrigeren Einkommen und in der Folge zu geringen Pensionen.

Die Initiatoren fordern eine Anpassung des Pensionssystems. Eine Gleichheit der Pensionen wäre erst dann erreicht, wenn der Equal Pension Day auf den 31. Dezember fällt.

Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10374379/8106444/August_Equal_Pension_Day_in_der.html

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