Frauenarbeitslosigkeit in Salzburg steigt deutlich

Pia Prodinger
Frauenarbeitslosigkeit steigt, offene Stellen sinken, Salzburg Zentralraum, 2026, Dienstleistungen, Einzelhandel, Bildung & digitale Kompetenzen
© Mit KI (Gemini) generiert

In den ersten sechs Monaten 2026 ist die Arbeitslosigkeit unter Frauen im Salzburger Zentralraum um 7,5 Prozent auf 3.392 Personen gestiegen. Bei Männern lag der Zuwachs hingegen nur bei 0,9 Prozent, so das AMS.

Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die Zahl der arbeitslosen Frauen im Salzburger Zentralraum um 7,5 Prozent erhöht und erreichte damit 3.392 Personen. Der Anstieg bei den Männern fiel mit 0,9 Prozent deutlich schwächer aus. Dieser Trend zeigt sich auch landesweit: Während die Frauenarbeitslosigkeit um 4,3 Prozent zulegte, blieb sie bei den Männern nahezu konstant. Parallel dazu sank die Anzahl der offenen Stellen im Bundesland um mehr als 15 Prozent.

Dienstleistung und Handel besonders betroffen

Laut AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll sind Frauen häufig in Branchen tätig, die von der aktuellen Wirtschaftsschwäche stark getroffen werden. Besonders der Dienstleistungsbereich und der Handel seien davon betroffen. Zusätzlich wirke sich die schrittweise Anhebung des Frauenpensionsalters aus, wodurch die Erwerbsbeteiligung älterer Frauen zunehme. Auch dies schlage sich in den Arbeitslosenzahlen nieder.

Kröll verweist zudem auf Vorurteile bei der Personalsuche. Unternehmen würden Frauen häufig als weniger flexibel einstufen, etwa aufgrund von Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Dies könne ihre Chancen auf eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch verringern.

Wirtschaftserholung und Weiterbildung nötig

Um die Lage am Arbeitsmarkt zu verbessern, seien neben einer wirtschaftlichen Erholung mehr Flexibilität auf beiden Seiten erforderlich, so Kröll. Arbeitgeber und Beschäftigte sollten enger zusammenarbeiten und aufeinander zugehen. Zudem seien Aus- und Weiterbildung sowie digitale Kompetenzen entscheidend, um mit den Veränderungen am Arbeitsmarkt mitzuhalten.

Trotz der angespannten Situation bleibe der Arbeitsmarkt im Zentralraum sehr dynamisch, betont das AMS. Innerhalb von drei Monaten finden rund 69 Prozent der arbeitslosen Menschen wieder eine Beschäftigung. Auch der Großteil der offenen Stellen werde in diesem Zeitraum wieder besetzt.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3363440/

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