Freibad St. Pölten: Duschen nach wochenlangem Ausfall repariert

Mathias FischerMathias Fischer
Eis-Schirm von Langnese mit Werbesäulen vor Geschäft in Österreich
© vmh

Im Citysplash, dem Freibad der niederösterreichischen Landeshauptstadt, waren die Außenduschen wochenlang außer Betrieb. Eine defekte Brunnenpumpe hatte die Wasserversorgung lahmgelegt, so der ORF.

Die Brunnenpumpe, die im Citysplash in St. Pölten den gesamten Außenbereich mit Wasser versorgt, war bereits vor Wochen ausgefallen. Betroffen waren neben den Duschen auch die Schwimmbecken, WC-Anlagen und die Rasenbewässerung, wie der Magistrat der Stadt am Donnerstag mitteilte.

Zwar existiert eine Umschalteinrichtung, die bei einem Defekt die Versorgung vom Brunnen auf das Ortswassernetz umstellt. Diese Zuleitung sei jedoch für den enormen aktuellen Wasserbedarf nicht ausreichend gewesen, hieß es gegenüber noe.ORF.at. Aus den Duschen sei das Wasser deshalb nur noch herausgetropft, weshalb diese deaktiviert werden mussten.

Neue Pumpe erst nach Wochen verfügbar

Eine Reparatur der Pumpe erwies sich als unmöglich, auch Ersatzteile waren nicht lieferbar. Im Mai musste daher eine komplett neue Brunnenpumpe bestellt werden, so ein Sprecher des Magistrats.

Die neue Pumpe wurde erst im Juni angeliefert und eingebaut. Da das bevorzugte Produkt nicht verfügbar war, musste auf eine zweite Wahl zurückgegriffen werden. Diese sei laut Fachunternehmen zu stark gewesen und musste über einen Stromrichter geregelt werden. Die Lieferzeiten seien lang gewesen.

Bei der Inbetriebnahme in der ersten Juliwoche wurde zudem ein Druckschalter defekt, wodurch der Brunnen nicht planmäßig in Betrieb gehen konnte. Dieser Schalter wurde am Donnerstag angeliefert und umgehend eingebaut. „Die Duschen funktionieren nun wieder wie gewohnt“, hieß es seitens der Stadt.

Rasen verdorrt, Besucherzahlen stabil

Durch den Ausfall der Brunnenpumpe konnte auch die Rasenbewässerung während der niederschlagsarmen Zeit nicht betrieben werden. Der Rasen sei auf den unbeschatteten Flächen sehr trocken, so wie das viele aktuell auch in den eigenen Gärten erleben würden. Man sei um Verbesserung bemüht.

Den Besucherzahlen hätten die Wasserprobleme keinen Abbruch getan. Diese seien aufgrund der Hitze auf einem sehr hohen Niveau, ein Rückgang bei den Gästen sei nicht bemerkbar gewesen.

Der Magistrat bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten und bittet um Verständnis. Die Schäden hätten auch bei der Bäderverwaltung für einen enormen zusätzlichen Aufwand während der Hitzeperiode gesorgt. Das Problem sei behoben, die Duschen seit Donnerstag wieder voll funktionsfähig.

Wasserversorgung unter Druck

Trockenheit, sinkende Grundwasserstände und hoher Wasserverbrauch stellen immer mehr Gemeinden in Niederösterreich vor neue Herausforderungen. Hauptproblem sei dabei oft nicht fehlendes Wasser, sondern der stark gestiegene Verbrauch. Wasserspeicher und technische Anlagen in den Gemeinden würden an ihre Grenzen gebracht.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3363025/

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