Freiwillige retten seltene Orchideen in der Doislau

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In der Doislau haben Freiwillige und Gemeinden im Juli invasive Pflanzenarten von einer wertvollen Magerrasenfläche entfernt. Die Aktion sollte seltene Orchideen vor der Verdrängung durch Goldruten und Berufkraut schützen.

Auf einer Magerrasenfläche in der Doislau mit seltenen Orchideen fand im Juli ein Pflegeeinsatz statt. Dabei wurden die invasiven Neophyten Goldruten und Berufkraut händisch entfernt. Organisiert wurde die Aktion von der zentralen Koordinationsstelle der Schutzgebietsbetreuung bei der Energie- und Umweltagentur NÖ. Die Gemeinden Ferschnitz und St. Georgen am Ybbsfelde sowie Freiwillige unterstützten den Einsatz.

Besondere Standortbedingungen für seltene Arten

Bei den Heißländen handelt es sich um eine spezielle Form von Trockenrasen. Umgebendes Gebüsch schützt diese Flächen vor Wind und schafft dadurch besonders heiße Standortbedingungen. Dort wachsen viele seltene und speziell angepasste Blühpflanzen sowie geschützte Orchideen wie die Hummelragwurz. Auch gefährdete Schmetterlinge und seltene Wildbienen sind auf diesen Flächen zu finden.

Die Heißländeflächen in der Doislau werden seit beinahe zehn Jahren über die Schutzgebietsbetreuung NÖ mit Unterstützung der Anrainergemeinden gepflegt.

Zukunftsfläche zeigt erste Erfolge

Vor drei Jahren wurde eine Heißlände-Zukunftsfläche im Brunnenschutzgebiet der beiden Gemeinden angelegt. Die Fläche wurde mit Wildblumensamen eingesät, im Randbereich wurden Sträucher nachgesetzt. Diese Maßnahmen sollten die Entwicklung eines natürlichen Magerrasens fördern.

Heuer zeigt das Projekt Erfolge: Zahlreiche Orchideen haben sich angesiedelt. Allerdings breiteten sich auch Neophyten aus, die nun im Rahmen des fachlich angeleiteten Pflegeeinsatzes beseitigt wurden.

Gemeinsame Aktion gegen invasive Pflanzen

Die invasiven Goldruten und das Berufkraut bedrohten die seltenen Orchideen. Unter der ökologischen Anleitung der Biologin Heidemarie Moser-Sturm wurden die Neophyten händisch ausgerissen. Die Gemeinde Ferschnitz stellte Personal zur Verfügung, die Gemeinde St. Georgen am Ybbsfelde einen Anhänger und übernahm die Entsorgung der entfernten Pflanzen.

Gerald Mevec, Ansprechpartner der Freiwilligen in der Doislau, mobilisierte eine Gruppe regionaler Freiwilliger. Er ist dort seit Jahren ehrenamtlich für den Naturschutz aktiv. Gemeinsam gelang es, die Orchideenwiese von den invasiven Pflanzen zu befreien.

„Der Pflegeeinsatz in der Doislau ist ein gelungenes Beispiel für notwendige Kooperationen im Naturschutz und zeigt vorbildhaft, wie wir gemeinsam Naturschutz leben können“, so Katharina Semmelmayer, Leiterin der Koordinationsstelle der Schutzgebietsbetreuung in der eNu.

Quelle: https://st-georgen-ybbsfelde.gv.at/neuigkeiten/news/pflegeeinsatz-zur-erhaltung-seltener-orchideen-in-der-doislau

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