Friaul will Villach als Kulturhauptstadt 2033

Mona HopfingerMona Hopfinger
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Die italienische Region Friaul-Julisch Venetien möchte Villach als Partner für die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2033 gewinnen. FPÖ-Vertreter unterstützen die grenzüberschreitende Initiative, fordern aber Fokus auf Brauchtum statt „linker Experimente“.

Friaul-Julisch Venetien hat die Initiative ergriffen, Villach im Rahmen einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Europäischen Kulturhauptstadt 2033 zu machen. Da Italien im Jahr 2033 das offizielle Nominierungsrecht innehat, sei der Vorstoß, die Kärntner Stadt einzubinden, von großer Bedeutung. Unterstützung kommt vom Vizepräsidenten des friulanischen Regionalrats, Stefano Mazzolini.

Der freiheitliche Kultursprecher Wendelin Mölzer zeigte sich grundsätzlich erfreut über die Idee. Die Bewerbung in Kooperation mit den Nachbarn sei eine riesige Chance für die gesamte Region und absolut zu begrüßen. Dass Friaul sein Nominierungsrecht nutzen wolle, um gemeinsam mit Villach anzutreten, bezeichnete er als „echten Glücksfall“.

Allerdings stellte Mölzer klare Bedingungen: Statt „Steuergeldverschwendung für die linke Kulturschickeria“ müssten „echte Kultur“, Identität und heimische Kunstschaffende im Mittelpunkt stehen.

Warnung vor „abgehobener Systemkunst“

Der Kärntner FPÖ-Chef Erwin Angerer betonte die Chancen für Wirtschaft und Tourismus, warnte aber ebenfalls vor politischer Vereinnahmung durch die „links-geprägte Kulturszene“. Jeder Euro österreichischen Steuergelds müsse zu echter Wertschöpfung in der Region führen und heimischem Tourismus sowie Vereinen zugutekommen. Ein „Steuergeld-Eventtourismus ohne Heimatverbundenheit“ komme nicht in Frage.

Stefano Mazzolini sprach sich befürwortend für das grenzüberschreitende Vorhaben aus. Eine gemeinsame Initiative sei ein starkes Signal für die enge Partnerschaft zwischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien. Die Regionen seien historisch, wirtschaftlich und kulturell tief miteinander verwurzelt. Ein gemeinsames Auftreten biete die Chance, Traditionen, Gastfreundschaft und regionale Identität zu präsentieren sowie den Tourismus beiderseits der Grenze nachhaltig zu stärken.

Mölzer und Angerer forderten volle Transparenz sowie die Einbindung der Bevölkerung und regionaler Brauchtums- und Kulturträger von Beginn an. Villach solle 2033 im Schulterschluss mit den italienischen Partnern zu einem „Aushängeschild für Tradition, Heimatliebe und bürgernahe Kunst“ werden.

Quelle: https://www.fpoe-ktn.at/reader-news/friaul-initiative-fuer-villach-als-kulturhauptstadt-2033-ist-top-chance-ja-zu-brauchtum-und-kooperation

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