Frontalcrash im Mühlviertel: 24-Jähriger vor Gericht

Mona HopfingerMona Hopfinger
Gerichtssymbole auf Autobahn, 85 km/h, Strafmaß 10-20 Jahre oder lebenslang
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein 24-Jähriger steht wegen Mordes und Mordversuchs vor Gericht. Er war im Oktober 2024 in Kirchschlag (Bezirk Urfahr-Umgebung) frontal in den Gegenverkehr gerast – ein Mensch starb, zwei wurden schwer verletzt. Zunächst galt es als Unfall, doch dann gestand der Mann in einer Klinik die Tat.

In der Nacht auf den 21. Oktober 2024 raste der damals 22-Jährige mit seinem Wagen frontal in ein entgegenkommendes Auto. Die Kollision ereignete sich in Kirchschlag im Bezirk Urfahr-Umgebung. Der Mann war mit mindestens 85 km/h unterwegs. Der 58-jährige Lenker des anderen Fahrzeugs verstarb, seine Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen. Auch der Unfalllenker selbst wurde schwer verletzt.

Das Bezirksgericht Linz verurteilte den Mann zunächst wegen fahrlässiger Tötung. Doch während eines Aufenthalts im Neuromed Campus machte er Angaben, die das Verfahren in eine neue Richtung lenkten: Er habe den Crash absichtlich herbeigeführt, erklärte er. Der Tod des Unfallopfers sei ihm gleichgültig gewesen.

Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes

Aufgrund dieser Aussagen beantragte die Staatsanwaltschaft Linz die Wiederaufnahme des Verfahrens. Nun lautet die Anklage auf Mord und versuchten Mord im Rahmen eines Suizidversuchs. Der Prozess ist für den 16. November angesetzt.

Bei einer Verurteilung drohen dem 24-Jährigen zehn bis 20 Jahre Haft oder eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft fordert zudem die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.

Quelle: APA

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