Führerscheine: Höchster Wert seit 2013 in Österreich

In Österreich wurden im Vorjahr 168.437 Führerscheine neu ausgestellt – ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zu 2024. Damit wurde der höchste Stand seit 2013 erreicht, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte.
Die Zahl der neu ausgestellten Führerscheine ist in Österreich zum dritten Mal hintereinander gestiegen. Im Vorjahr wurden 168.437 Führerscheine ausgestellt, das entspricht einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber 2024. Dieser Wert markiert zugleich den höchsten Stand seit 2013.
Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, betonte den besonders starken Zuwachs bei Pkw- und Motorradführerscheinen. „2025 wurden um neun Prozent mehr klassische Pkw-Führerscheine ab 18 erworben als im Jahr davor“, so Lenk.
L17-Führerscheine auf Rekordhoch
Die vorgezogenen Pkw-Führerscheine ab 17 Jahren stiegen um sechs Prozent auf rund 33.300 an. Das ist der höchste Wert seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen im Jahr 2006. Insgesamt wurden mehr als 90.000 Lenkberechtigungen der Klasse B (B regulär und L17) erteilt – ein Plus von acht Prozent beziehungsweise rund 6.800 im Vergleich zum Vorjahr.
35 Prozent aller in Österreich wohnhaften 17-Jährigen haben 2025 einen L17-Schein gemacht, 2024 waren es noch 32 Prozent. Allerdings zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Im Burgenland erwarb mit 56 Prozent über jeder Zweite dieser Altersgruppe 2025 eine Pkw-Lenkberechtigung, in Wien waren es mit neun Prozent nicht einmal jeder Zehnte.
Motorradführerscheine mit neuem Höchststand
Die Motorradführerscheine legten um fünf Prozent auf rund 25.700 zu. Die 25.712 ausgestellten Motorradführerscheine der A-Klassen (A, A1 und A2) bedeuten einen neuen Höchststand seit 2006. Die Klasse A1 für Leichtmotorräder verzeichnete dabei sogar ein Plus von zehn Prozent.
Über alle Fahrzeugklassen hinweg wurden 181.736 Lenkberechtigungen erteilt. Die Zahl der Busführerscheine (D-Klassen) hingegen verzeichnete gegenüber dem Höchstjahr 2024 einen deutlichen Rückgang von 24 Prozent auf 1.256, was aber trotzdem den dritthöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre bedeutet.
Quelle: APA
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