Fünf Monate bedingt für René Schimanek in Krems

Der frühere Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz wurde am Landesgericht Krems wegen unbefugten Besitzes von Sprengmitteln und Kriegsmaterial schuldig gesprochen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Das Landesgericht Krems hat René Schimanek wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengmittelgesetz zu fünf Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt. Das bestätigte ein Gerichtssprecher am Freitag gegenüber der APA. Das Urteil ist rechtskräftig.
Die Einzelrichterverhandlung hatte am vergangenen Montag stattgefunden. Schimanek wurde vorgeworfen, Sprengmittel und Kriegsmaterial unbefugt besessen zu haben. Bei einer Überprüfung des Waffenverbots im Juni 2026 waren an seiner Wohnadresse in Langenlois (Bezirk Krems) 79 Sprengkapseln, drei elektrische Sprengzünder und ein Reizstoffwurfkörper sichergestellt worden. Der Angeklagte zeigte sich geständig und räumte ein, die Gegenstände zumindest fahrlässig besessen zu haben.
Verzicht auf Rechtsmittel
Das Gericht verhängte 180 Tagessätze zu je 40 Euro sowie eine bedingte Freiheitsstrafe von fünf Monaten. Die Probezeit wurde mit drei Jahren festgelegt. Schimanek verzichtete auf Rechtsmittel, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Damit wurde das Urteil mit Freitag rechtskräftig.
Vorstrafe wegen Wiederbetätigung
Schimanek war bereits im März 2026 am Landesgericht Krems wegen Wiederbetätigung zu einem Jahr bedingt verurteilt worden. Hintergrund war die Todesanzeige für seinen Vater, den früheren niederösterreichischen FPÖ-Chef und Landesrat Hans Jörg Schimanek senior. Ende Dezember 2024 hatte er die Veröffentlichung einer Parte mit dem in rechtsextremen Kreisen verbreiteten Zitat „...und ewig lebt der Toten Tatenruhm“ und dem „Irminsul“-Symbol auf der Webseite von Langenlois veranlasst.
In einem weiteren Verfahren war die Stadtgemeinde Langenlois als Eigentümerin eines Forsthauses, das jahrelang an die Familie Schimanek vermietet war, mit ihrer Räumungsklage gegen Schimanek in zweiter Instanz vor dem Landesgericht Krems erfolgreich.
Austritt aus der FPÖ und Wechsel zum FBI
Nach der Geschworenenverhandlung im März gab Schimanek seinen Austritt aus der FPÖ bekannt, um Schaden von der Partei abzuwenden. Zudem legte er sein Mandat als Stadtrat in Langenlois zurück. Im Februar 2025 hatte er um Auflösung seines Dienstverhältnisses als Büroleiter von Rosenkranz gebeten und wechselte anschließend zum Freiheitlichen Bildungsinstitut (FBI), was für Kritik sorgte.
Quelle: APA
Worüber spricht Krems-Land morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.