Fußacher Turner Wachter startet bei Jugendspielen in Dakar

Der 17-jährige Samuel Wachter aus Fußach tritt bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar an. Nach Silber beim EYOF und der Junioren-EM will sich das Vorarlberger Turntalent auch im Senegal in der internationalen Nachwuchsspitze behaupten.
Für Samuel Wachter steht das bisher größte Abenteuer seiner Karriere bevor: Die Olympischen Jugendspiele in Dakar. Der Fußacher hat sich mit zwei Silbermedaillen – beim Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) in Skopje 2025 und bei der Junioren-EM in Zagreb im August – in die europäische Nachwuchselite geturnt.
Seine Stärke: Der 17-Jährige ruft seine besten Leistungen genau dann ab, wenn es zählt. „Großveranstaltungen dürften mir liegen. Ich bin ein Wettkampftier“, stellte Wachter nach seinem Erfolg in der kroatischen Hauptstadt fest. Die Bilanz gibt ihm recht.
Optimale Nervosität als Erfolgsgeheimnis
Warum der Vorarlberger bei den wichtigsten Wettkämpfen regelmäßig Höchstleistungen zeigt, erklärt er mit seinem Umgang mit Druck. „Ich habe das Glück, dass ich optimal nervös bin. Ich bin nervös genug, dass man körperlich und mental fit und wach ist. Aber nie so nervös, dass ich irgendwie zittrig am Gerät stehe“, so Wachter. Langes Grübeln liegt ihm nicht: „Ich gehe ans Gerät, mache mein Ding und dann wieder weg.“
Nach der Junioren-EM Ende August blieb wenig Zeit zur Erholung. Bereits nach zwei freien Tagen stieg Wachter wieder ins Training ein. Zuletzt konzentrierte er sich vor allem auf den Feinschliff für Dakar. „Insgesamt bin ich mit der Vorbereitung zufrieden“, sagt der Turner.
Details noch nicht perfekt
Bis zum Start im Senegal will Wachter noch an Kleinigkeiten feilen. Die erste Akrobatikbahn am Boden soll konstanter werden, auch am Reck sieht er Verbesserungsbedarf. Aus den jüngsten Wettkämpfen hat er wichtige Erkenntnisse mitgenommen. Jetzt geht es darum, die Übungen zu stabilisieren und im Mehrkampf möglichst fehlerfrei durchzukommen.
Trotz seiner beiden Silbermedaillen auf internationaler Bühne reist Wachter entspannt nach Dakar. „Auf jeden Fall genießen“, lautet seine Devise. Anders als bei EYOF und Junioren-EM gibt es in Dakar keine Gerätefinali – Medaillen werden nur im Mehrkampf und im Mixed vergeben. Entsprechend vorsichtig äußert sich der Fußacher zu seinen Medaillenchancen.
Sein persönliches Ziel formuliert er dennoch klar: „Ins Mehrkampffinale kommen. Das wäre natürlich ein Traum.“
Quelle: https://www.vts.at/news/dakar-ruft-wettkampftier-wachter-ist-bereit
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