Gänserndorf testet neues Polizei-Dienstzeitmodell

Im Bezirk Gänserndorf startet ab September ein Pilotprojekt für ein neues Dienstzeitmodell der Polizei. Nach einer zweimonatigen Simulationsphase wird das System nun in der Praxis erprobt, so die APA.
Der Bezirk Gänserndorf wurde für den Testlauf ausgewählt, weil er unterschiedliche Strukturen vereint. Landespolizeidirektor Franz Popp verwies auf die Nähe zu Wien, die dem Bezirk einen städtischen und stark belasteten Charakter verleihe. Gleichzeitig sei der Norden ländlicher geprägt, zudem gebe es in Marchegg eine Dienststelle der Fremden- und Grenzpolizei.
In den vergangenen knapp zwei Monaten wurde im Bezirk eine Simulationsphase durchgeführt, bei der Dienstpläne nach dem neuen System erstellt wurden. „Seitdem stehen die Regeln fest“, erklärte Popp gegenüber der APA. Diese würden nun ab September angewandt.
Während der Testphase seien kleinere technische Schwierigkeiten aufgetreten, räumte der Landespolizeidirektor ein. Diese sollten sich nun verbessern. Er zeigte sich erfreut, dass sich der Bezirk für den Versuch bereit erklärt habe, da man so genauer beobachten könne. Die Landespolizeidirektion unterstütze das Projekt.
Einheitlicher Rahmen für alle Beamten
Popp verteidigte das neue Modell und betonte dessen Vorteile. Es ermögliche eine wesentlich bedarfsgerechtere Planung und schaffe einen einheitlichen Rahmen für alle Beamten. Die bisherige Unterscheidung zwischen Gruppen- und Wechseldienstplan entfalle.
Die Aufregung rund um die Neuerung verstehe er nur bedingt bis gar nicht. Er sei überzeugt, dass sich ergebende Ecken und Kanten abgeschliffen würden – das sei auch so geplant. Bei Problemen sei man zu Gesprächen und gegebenenfalls zu Anpassungen bereit.
Die Änderungen würden nicht auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung gehen, versicherte der Landespolizeidirektor. Vielmehr könne noch zielgerichteter agiert werden.
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