Gailsteg gesperrt: Anrainer fordert Bundesheer-Brücke

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Gailsteg in Kärnten wurde ohne Vorankündigung für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Ein Neubau ist frühestens in zwei Jahren geplant, weshalb Anrainer Oskar Smetana nun eine provisorische Brücke vom Bundesheer fordert, so der ORF.

Die Brücke für Fußgänger und Radfahrer wurde von einem Tag auf den anderen geschlossen, berichtet Anrainer Oskar Smetana. Für ihn und hunderte weitere Bewohner der betroffenen Ortschaften sei der Gailsteg weit mehr als eine einfache Verbindung gewesen.

Die Anrainer der Unterschütt könnten nun nicht mehr auf direktem Weg zum Bahnhof gelangen. Sie müssten stattdessen einen weiten Umweg über Fürnitz oder nach Villach fahren. Auch für die Bewohner auf der anderen Seite sei die Verbindung nicht mehr nutzbar. Die Verbundenheit zwischen Erlendorf und Unterschütt sei damit von einem Moment auf den anderen unterbrochen worden, so Smetana. Er vergleicht die Situation mit dem Bau der Berliner Mauer.

Neubau kostet eine Million Euro

Bei einer Infoveranstaltung der Stadt Villach wurde bekannt gegeben, dass ein Neubau frühestens in zwei Jahren realisiert werden könne. Die Kosten würden sich auf eine Million Euro belaufen.

Smetana hat sich deshalb schriftlich an Verteidigungsministerin Claudia Tanner (ÖVP) gewandt. Er wolle seinem Ärger Ausdruck verleihen und einen konkreten Vorschlag unterbreiten: Das Bundesheer könne mit einem Provisorium Abhilfe schaffen. Eine Ersatzbrücke könnte in ein bis zwei Tagen errichtet werden, bis die endgültige Brücke fertiggestellt sei, so seine Einschätzung.

Auch mehrere Kinder in der Ortschaft seien von der Sperrung betroffen und könnten nicht mehr mit dem Zug fahren. Sie seien ausschließlich auf den Bus angewiesen, wobei es nicht allzu viele Busverbindungen gebe. Eine Antwort aus dem Verteidigungsministerium hat Oskar Smetana bisher nicht erhalten.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3365604/

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