Gailtaler Almkäse feiert 30-jähriges Jubiläum

Pia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Vor drei Jahrzehnten schlossen sich Almbauern im oberen Gailtal zusammen und gründeten den Verein Gailtaler Almkäse. Ziel war es, die jahrhundertealte Tradition mit einem Gütesiegel und EU-Förderungen zu sichern, so der ORF.

Kurz nach dem EU-Beitritt Österreichs entstand vor 30 Jahren im oberen Gailtal eine Initiative mehrerer Almbauern. Sie gründeten den Verein Gailtaler Almkäse, um die traditionelle Käseherstellung durch ein Gütesiegel und EU-Fördermittel langfristig abzusichern.

Millionensummen für Infrastruktur

Christof Wassertheurer, einer der Gründer, berichtet von den anfänglichen Investitionen. Innerhalb von ein bis zwei Jahren seien 60 Millionen Schilling geflossen, was heute etwa 4,4 Millionen Euro entspreche. Mit diesem Geld sei auf den Almen ein entsprechender Standard geschaffen worden – von Zufahrtswegen bis zur Wasserversorgung.

Heute fließen deutlich geringere Förderungen, die ausschließlich für Marketing-Maßnahmen verwendet werden.

40 Tonnen Käse pro Saison

Die Herstellung des Käses erfolgt seit Jahrhunderten nach derselben Methode. Mittlerweile ist der Gailtaler Almkäse zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Elisabeth Buchacher, die neue Obfrau des Vereins und selbst Sennerin, erklärt: Auf den Almen würden 40 Tonnen Käse produziert. Die Produktion laufe drei Monate lang, der Verkauf erstrecke sich über das ganze Jahr.

Davon profitiere auch der Tourismus, die Wertschöpfung sei groß. Die Menschen kämen nicht nur wegen der Landschaft, sondern auch um zu genießen, so Buchacher. Der Käse werde ausschließlich direkt vertrieben, nicht über den Handel.

Am Samstag wird der erste Gailtaler Almkäse dieser Saison auf der Reisacher Jochalm angeschnitten.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3363111/

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