GAK kehrt nach 50 Jahren ins Eishockey zurück

Pia ProdingerPia Prodinger
Eishockey-Schläger und Puck auf Eis, 50 Jahre Jubiläum 1974-2024
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Grazer Athletik-Klub startet wieder eine Eishockey-Sektion. Ein halbes Jahrhundert nach der Einstellung des Spielbetriebs 1976 tritt der Traditionsverein zunächst in der Nationalen Hockey Liga Graz an.

Der GAK wagt ein Comeback auf dem Eis. 50 Jahre nach dem Ende der Eishockey-Sektion kehrt der Grazer Sportklub in den schnellsten Mannschaftssport der Welt zurück. Mit einem neuen Vorstand und sportlicher Leitung startet der Verein in der Nationalen Hockey Liga (NHL) Graz, einer der größten Hobby-Eishockey-Ligen Europas mit 2.500 Spielern.

Die neue Sektion wird von Rudolf Stübler als Obmann, Christian Holzer als Kassier und DI Peter Niedermaier als Schriftführer geleitet. Sportlicher Leiter ist Gilbert Kühn. Gespielt wird in der Eishalle Hart bei Graz, und zwar in der spielstärksten Gruppe A. Im Kader sollen namhafte Spieler mit Bundesliga-Erfahrung stehen, die Konkurrenz besteht aus vielen ehemaligen Profis.

Aufbau über mehrere Jahre geplant

Der Verein plant, zunächst drei bis vier Jahre in der NHL Graz zu bleiben, um die Strukturen in Ruhe aufzubauen und perspektivisch eine Nachwuchsarbeit zu etablieren. Danach könnte ein Wechsel in die dritte nationale Liga folgen. Dort würde der GAK auch wieder auf den alten Rivalen ATSE treffen. Mit dem GAK-Stammverein wurde ein entsprechender Lizenzvertrag unterzeichnet.

Wechselhafte Geschichte seit 1925

Die Eishockey-Geschichte des GAK reicht bis ins Jahr 1925 zurück, als nach mehreren Anläufen ab 1907 erstmals eine Sektion gegründet wurde. Diese bestand zunächst bis 1935. Von 1928 bis 1932 spielte die Mannschaft in der steirischen Liga, danach in der Provinzmeisterschaft 2. Klasse Ost.

1953 wurde die Sektion auf Initiative von Gottfried Hauser reaktiviert, nachdem einige Spieler vom ATUS Eggenberg zum GAK gewechselt waren. Nach Jahren in der Steirischen Liga stieg das Team 1962 als Meister in die 3. Spielklasse auf. 1967 folgte der Aufstieg in die 2. Liga und 1970 schließlich in die Bundesliga, wo der GAK eine Saison blieb. Dort fanden auch die bisher einzigen Stadtderbys auf höchster Ebene mit dem ATSE statt.

Ein Wiederaufstieg gelang nicht mehr. Nach finanziellen Problemen musste die Sektion 1973 wieder in der Landesliga beginnen, als Spielgemeinschaft mit der Grazer Sportvereinigung (GSV). In der Folge spielte man in der drittklassigen Oberliga beziehungsweise Regionalliga. 1976 lehnte der Vereinsvorstand das Sponsoring eines Präservativherstellers aus moralischen Gründen ab, woraufhin die Sektion den Spielbetrieb einstellen musste. Viele Spieler setzten ihre Karriere bei der GSV fort.

Fünfte Sportart im Verein

Neben Fußball, Tennis, Wasserspringen und Basketball kehrt Eishockey nun in die rote Vereinsfamilie zurück. Heuer wurde beim GAK-Tennis mit Padel bereits eine weitere neue Sportart eingeführt. Weitere Informationen zum Projekt sollen in den nächsten Wochen folgen.

Quelle: https://www.grazerak.at/aktuelles/saison-26-27-gak-eishockey-comeback

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