GAK kritisiert Sponsoring-Aus der Holding Graz scharf

Mona HopfingerMona Hopfinger
Kinder mit Rollstuhl und Fußball vor zerbrochenem Ball und Schere, die Sportfeld zerschneidet
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Grazer Traditionsverein GAK 1902 reagiert mit deutlicher Kritik auf das Ende der Partnerschaft mit der Holding Graz. Der Klub befürchtet negative Folgen für den gesamten Spitzensport in der steirischen Landeshauptstadt.

In einer offiziellen Stellungnahme warnt der GAK 1902 vor den Konsequenzen der Entscheidung der Holding Graz, das Sponsoring zu beenden. „Heute ist es das Sponsoring, morgen sind es die Vereine“, heißt es in der Erklärung des Vereins. Der Klub sieht die Zukunft des Profisports in Graz in Gefahr.

Die Verantwortlichen des GAK betonen, dass es nicht um Vereinsfarben oder einzelne Sportarten gehe. Ob GAK, Sturm oder 99ers – die zentrale Frage sei, welchen Stellenwert Sport in der Stadt noch habe. Der Verein befürchtet, dass Kinder Profisport künftig nur noch aus Erzählungen kennen werden.

Kürzungen auch bei Frauen, Jugend und Special Needs

Besonders kritisch sieht der GAK, dass entgegen öffentlicher Aussagen auch die Unterstützung für Frauenteams, Jugend und Special Needs deutlich reduziert werden soll. „Hier wird nicht nur an Budgetposten gespart, sondern an den Träumen junger Menschen“, so der Verein. Ausgerechnet jene Bereiche, die für die Zukunft des Sports stünden, seien betroffen.

Der Klub warnt vor einer Zerschneidung in Profis und Nachwuchs. Die Kampfmannschaft sei das Zugpferd, das Zuschauer, Partnerunternehmen und Kinder anziehe. Bei knapperen Mitteln müsse jeder Euro dorthin fließen, wo er sich wieder erwirtschaften lasse. Am Ende würden jene zuerst leiden, die am wenigsten im Rampenlicht stehen: die kleineren Sektionen, die den GAK seit Generationen prägten.

Vertrauen durch Kommunikation erschüttert

Der GAK bedauert die Entscheidung besonders, da ihn mit der Holding Graz eine langjährige und wertvolle Partnerschaft verbinde. Schwer wiege vor allem, dass der Verein nicht in einem persönlichen Gespräch, sondern aus den Medien von dem Sponsoring-Aus erfahren habe.

Über Jahre sei mit den Verantwortlichen der Stadt Graz ein Vertrauensverhältnis aufgebaut worden. Durch die Art der Übermittlung sei dieses Vertrauen massiv erschüttert. „Partnerschaft sieht anders aus“, lautet das Fazit des Vereins.

Quelle: https://www.grazerak.at/aktuelles/stellungnahme-gak-sponsoring-aus-holding-graz

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