Garten Tulln zeigt klimafitte Grünräume der Zukunft

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Hitze und Trockenheit setzen Gärten zunehmend zu. Die „Natur im Garten“ Erlebniswelt in Tulln demonstriert mit 70 Mustergärten, wie Grünflächen widerstandsfähig gegen den Klimawandel gestaltet werden können.

Anhaltende Hitze und fehlender Regen stellen Gärten und Grünflächen vor wachsende Probleme. In der Garten Tulln wird anhand zahlreicher Beispiele gezeigt, wie sich Gärten an diese Bedingungen anpassen lassen und dabei gleichzeitig mehr Aufenthaltsqualität und Artenvielfalt bieten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) betont die Verantwortung, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen und die Lebensqualität in Niederösterreich zu sichern. „Mit klimafitten Grünräumen schaffen wir nicht nur widerstandsfähige Lebensräume für Mensch und Tier, sondern gestalten auch die Voraussetzungen für die beste Zukunft unserer Kinder“, so Mikl-Leitner.

Praxisbeispiele statt Theorie

Auf dem Gelände wird Klimawandelanpassung praktisch umgesetzt. Die 70 Mustergärten dienen als Anschauungsobjekte für Wassersparen, Hitzereduktion und die Schaffung artenreicher Lebensräume. Besucherinnen und Besucher können sich Ideen für den eigenen Garten, Balkon oder Terrasse holen.

Verschiedene Beete demonstrieren, wie Pflanzungen unter heißen und trockenen Bedingungen gedeihen. Das „Nie wieder gießen“ Beet im Kletterpflanzengarten zeigt klimaangepasste Pflanzungen mit magerem, durchlässigem Substrat. Hitze- und trockenheitsverträgliche Stauden wie Prachtscharte, Lavendel, Bergminze oder Wüstensalbei bilden eine Blühfläche, die monatelang ohne zusätzliche Bewässerung auskommt.

Klimaresistente Bäume als Schattenspender

Bäume gehören zu den wirksamsten Mitteln gegen sommerliche Hitze. Sie spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung und verbessern das Mikroklima. Die Garten Tulln setzt neben dem Erhalt alter Bäume auf klimaresistente Arten wie Zürgelbaum, Gummiulme, Albizie, Gleditschie, Hopfenbuche und Blumenesche. Diese kommen mit Hitze, Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung besonders gut zurecht.

Boden und Wasser im Fokus

Auch der Boden spielt eine zentrale Rolle bei der Anpassung. In Tulln wird Wert auf entsiegelte Flächen, wasserdurchlässige Beläge und humusreiche Böden gelegt. Sie nehmen Niederschläge besser auf, speichern Feuchtigkeit und geben sie in Trockenzeiten an Pflanzen ab. Das Mulchen reduziert die Verdunstung und hält Wasser dort, wo es benötigt wird. Der „Gartenstadt Tulln“ Garten veranschaulicht modernes Regenwassermanagement nach dem Schwammstadtprinzip.

Begrünte Fassaden und Dächer

Fassaden- und Dachbegrünungen beschatten Gebäude, senken Oberflächentemperaturen und kühlen durch Verdunstung die Umgebung. Sie nehmen Niederschläge auf, entlasten bei Starkregen die Kanalisation und schaffen zusätzliche Lebensräume. Die „Wachsende Wand“ auf der Garten Tulln zeigt, wie Bauwerksbegrünung im privaten und öffentlichen Raum das Mikroklima verbessern kann.

Weitere Tipps und Anregungen zu Hitze, Trockenheit und klimafittem Gärtnern bietet „Natur im Garten“ unter www.naturimgarten.at/sommerzeit.

Quelle: OTS

Worüber spricht Tulln morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.