Gebärdensprache als Maturafach in Salzburg ab 2027

Pia ProdingerPia Prodinger
Gebärdensprachdolmetscherin erklärt Frau in hellem Raum eine Geste mit den Händen.
© RDNE Stock project / Pexels (Symbolbild)

In Salzburg soll die Österreichische Gebärdensprache ab Herbst 2027 als Wahlpflichtgegenstand an zwei Schulen angeboten werden. Derzeit laufen die Planungen für die Umsetzung an den Standorten Sankt Ursula und BG Nonntal, so der ORF.

Die Umsetzung des neuen Angebots stellt die Verantwortlichen vor mehrere Aufgaben, wie Anton Lettner von der Salzburger Bildungsdirektion erklärt. Es müsse geeignetes Lehrpersonal gefunden und Schulstandorte identifiziert werden, die bereit sind, ÖGS anzubieten. Zudem sei entscheidend, dass ausreichend Schülerinnen und Schüler den Wahlpflichtgegenstand wählen.

Zwei Standorte in der Stadt Salzburg geplant

Als mögliche Schulen für das Angebot sind laut Bildungsdirektion das Sankt Ursula und das BG Nonntal in der Stadt Salzburg vorgesehen. An beiden Standorten soll zunächst das Interesse der Schülerinnen und Schüler ermittelt werden.

Die Sprache wird den Jugendlichen vorgestellt, danach können sie sich für den Wahlpflichtgegenstand anmelden. Bis Jänner soll feststehen, wie groß die Nachfrage ist.

Für den Start werden voraussichtlich zwei bis drei Lehrpersonen benötigt. Die Josef-Rehrl-Schule, an der bereits hörbeeinträchtigte Kinder in der Primarstufe unterrichtet werden, soll bei der Umsetzung unterstützen.

Erste Matura österreichweit für 2029 erwartet

In ganz Österreich wird derzeit mit einer ersten Matura in Österreichischer Gebärdensprache im Jahr 2029 gerechnet. Für Salzburg lässt sich der Zeitpunkt noch nicht konkret bestimmen. Da der Unterricht im Bundesland erst ab Herbst 2027 beginnen soll, ist noch offen, wann die ersten Schülerinnen und Schüler in Salzburg in ÖGS maturieren können.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3369370/

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