Gedenkmesse für verstorbenen Pfarrer in Mistelbach

In der Pfarrkirche Mistelbach fand am 25. Oktober ein Gottesdienst zum Gedenken an Pfarrer Mag. Dr. Jude Uzukwu statt. Die Musikerin Tanja Beranek präsentierte eine eigens komponierte Messe, aufgeführt vom Hörersdorfer Chor HORCH.
Die Pfarrkirche Mistelbach war bis auf den letzten Platz besetzt, als am Sonntag eine besondere Gedenkmesse erklang. Tanja Beranek hatte die Komposition dem verstorbenen Pfarrer Mag. Dr. Jude Uzukwu gewidmet. Der Chor HORCH aus Hörersdorf führte das Werk in großer Besetzung auf, unterstützt von Gästen aus Asparn an der Zaya und Mistelbach sowie Schülerinnen der Musikschule Staatz.
Zehn Jahre Seelsorger in der Region
Mag. Dr. Jude Uzukwu wirkte ein Jahrzehnt lang als Pfarrer in Hörersdorf, Siebenhirten und Frättingsdorf. Für viele Gemeindemitglieder war er nicht nur Seelsorger, sondern auch Freund und Vertrauter. Besonders eng verbunden war er mit dem Chor HORCH. Auch zur Komponistin Beranek pflegte er eine herzliche Freundschaft, die durch die Nachbarschaft entstanden war. Sein unerwarteter Tod am 10. Dezember 2024 löste große Bestürzung aus.
Persönliche Erinnerungen in Musik gefasst
Aus der tiefen Verbundenheit heraus entstand die Idee für ein musikalisches Denkmal. Beranek wollte die Persönlichkeit des Pfarrers in ihrer Komposition lebendig werden lassen. Bereits der Beginn greift sein Lieblingslied „Amazing Grace“ auf, das auch im Eröffnungsgesang wiederkehrt. Als Zwischengesang vertonte sie ein Gebet, das Uzukwu besonders am Herzen lag.
Die Messe ist für vierstimmigen Chor, Klavier, Cello und Solo-Violine geschrieben. Den Solopart übernahm die mehrfach ausgezeichnete Geigerin Sophia Hahn. Erstmals wirkte bei der Aufführung in Mistelbach die Cellistin Margarethe Vogler mit. Beranek selbst saß am Klavier.
Bewegende Reaktionen
Der Gottesdienst verband Musik, Glaube und persönliche Erinnerung auf eindrucksvolle Weise. Für den Chor HORCH war die Aufführung nicht nur emotional, sondern auch heilsam – der Pfarrer wird in seinen ehemaligen Gemeinden nach wie vor schmerzlich vermisst.
Minutenlanger Applaus und zahlreiche persönliche Rückmeldungen zeigten, wie sehr die Musik die Anwesenden berührt hatte. Die Gedenkmesse wurde zu einem würdigen Zeichen der Dankbarkeit und der bleibenden Erinnerung an einen Menschen, der für viele weit mehr als nur Seelsorger war.

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