Geldstrafe für FW-Geschäftsführer in Kärnten

Pia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Der Geschäftsführer der Freiheitlichen Wirtschaft Kärnten wurde am Mittwoch vom Bezirksgericht Klagenfurt wegen Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Er soll rund 20 Personen ohne deren Einverständnis als Kandidaten für die Wirtschaftskammerwahl nominiert haben.

Das Bezirksgericht Klagenfurt hat den Geschäftsführer der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) Kärnten am Mittwoch zu einer Geldstrafe von 5.250 Euro verurteilt. Der Vorwurf lautete auf Urkundenfälschung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte soll etwa 20 Personen ohne deren Wissen als Kandidaten für die Wirtschaftskammerwahl in Kärnten aufgestellt haben. Mehrere Betroffene hatten sich im März 2025 öffentlich zu Wort gemeldet und erklärt, dass sie die vorliegenden Einverständniserklärungen nicht unterschrieben hätten.

Kopien von Unterstützungserklärungen angefertigt

Nach den Angaben der Betroffenen leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein und stellte schließlich einen Strafantrag. Laut Anklage hatte der Geschäftsführer Kopien von Unterstützungserklärungen für die FW erstellt. Zum Teil soll er auch Vordrucke haben unterfertigen lassen.

Die Verteidigung argumentierte vor Gericht, dass durch die Handlungen kein Schaden entstanden sei. Ein Antrag auf Diversion wurde vom Gericht jedoch abgelehnt. Gegen eine außergerichtliche Erledigung sprach die hohe Anzahl von knapp 20 Taten.

Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 35 Euro, was einer Gesamtsumme von 5.250 Euro entspricht.

Quelle: APA

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