Gemeinde stellt Wassercontainer für Landwirte bereit

Mathias FischerMathias Fischer
Mann steht neben Anhänger mit IBC-Containern auf einem Parkplatz in Österreich
© Gemeinde Kirchberg/Wieseneder

Wegen anhaltender Trockenheit führen viele Brunnen auf landwirtschaftlichen Betrieben kein Wasser mehr. Eine Gemeinde reagiert nun mit einem Selbsthilfe-System: Vier Container auf einem Anhänger sollen die Versorgung erleichtern.

Die Trockenheit setzt den landwirtschaftlichen Betrieben zu. Zahlreiche Brunnen auf den Höfen liefern mittlerweile nicht mehr genug oder gar kein Wasser mehr. Besonders für die Versorgung der Tiere wird dadurch laufend zusätzliches Wasser gebraucht.

Viele Landwirte holen bereits selbst Wasser an der Entnahmestelle beim Gemeindeamt. Darüber hinaus hat die Feuerwehr in den vergangenen Wochen mehr als 120.000 Liter Wasser ausgeliefert – das entspricht über 30 Fahrten.

Feuerwehr muss entlastet werden

Auf Dauer sei das jedoch nicht stemmbar, heißt es aus der Gemeinde. Die Feuerwehr müsse für ihre eigentlichen Aufgaben verfügbar bleiben. Zudem stellten die kostenpflichtigen Lieferungen für die betroffenen Betriebe eine zusätzliche finanzielle Belastung dar.

Die Gemeinde hat deshalb nach einer rascheren, unkomplizierteren und günstigeren Lösung gesucht. Das Konzept setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe.

Vier Container auf Anhänger verfügbar

Die Gemeinde stellt vier Wassercontainer mit je 1000 Liter Fassungsvolumen auf einem geeigneten Anhänger zur Verfügung. Dieser kann mit einem entsprechenden Zugfahrzeug abgeholt werden. Der Anhänger samt Wassercontainer befindet sich auf dem hinteren Gemeindeparkplatz beim Schlosspark.

Befüllt werden können die Container an der Entnahmestelle beim Gemeindeamt. Der Schacht liegt neben dem Eingang auf der St. Pöltner Straßenseite, der passende Schlauch befindet sich im Windfang rechts. Die Entnahme muss mit Angabe der entsprechenden Menge dokumentiert werden. Dazu dient ein Heft, das ebenfalls im Windfang der Eingangstür liegt.

Organisation über WhatsApp-Gruppe

Die Organisation läuft über eine WhatsApp-Gruppe. Wer den Anhänger holt, gibt dort kurz Bescheid – ebenso, wenn er wieder zurückgebracht wurde. Damit ist für alle ersichtlich, ob der Anhänger gerade verfügbar ist.

Die Gemeinde bittet zudem darum, sich untereinander mit Anhängern, Zugfahrzeugen oder beim Transport zu unterstützen. Die WhatsApp-Gruppe könne auch dafür genutzt werden, sich unkompliziert abzusprechen.

Wer dabei sein möchte, kann sich im Sekretariat des Bürgermeisters bei Alexandra Wieseneder unter 02722/7309-19 oder bei Markus Gonaus unter 0676/760 53 79 anmelden und wird anschließend in die WhatsApp-Gruppe aufgenommen.

Die Gemeinde betont, dass damit die Wasserknappheit nicht gelöst werden könne. Man wolle aber dazu beitragen, dass die vorhandenen Möglichkeiten möglichst gut genutzt werden – einfach, flexibel, kostengünstiger und gemeinsam.

Quelle: https://www.kirchberg-pielach.at/Wasserknappheit_Hilfe_zur_Selbsthilfe_packen_wir_s_gemeinsam_an_

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