Gemeinden appellieren wegen Trockenheit zum Wassersparen

Pia ProdingerPia Prodinger
Dürre mit ausgetrocknetem Flussbett, verdorrter Pflanze und tropfendem Wasserhahn
© Mit KI (Gemini) generiert

Wegen extremer Hitze und anhaltender Trockenheit sinken die Grundwasserspiegel auf Rekordtiefs. Zahlreiche Gemeinden in Salzburg fordern ihre Bürger zum sorgsamen Umgang mit Wasser auf, so der ORF.

Die Wettersituation in diesem Sommer mit hohen Temperaturen, geringen Niederschlägen und anhaltender Trockenheit führt nicht nur zu niedrigen Wasserständen in Seen und Flüssen. Auch die Wasserversorgung vieler Gemeinden im Land ist betroffen. Die Grundwasserspiegel erreichen teilweise historische Tiefstände.

Zahlreiche Gemeinden haben ihre Bürgerinnen und Bürger bereits zu einem sehr sorgsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. Mehr als ein Appell sei dabei meist nicht möglich, erklärt Manfred Sampl (ÖVP), der auch Bürgermeister von St. Michael im Lungau ist. Nur wenige Vorgaben ließen sich per Verordnung regeln, noch weniger tatsächlich kontrollieren.

Bewusstsein und Achtsamkeit gefordert

„Derzeit ist es so, dass man wirklich, wenn die Situation nicht ganz dramatisch ist, nur appellieren und Bewusstsein bilden kann“, so der Gemeindeverbandspräsident. Es sei ein Thema, das die Gesellschaft nur gemeinsam bewältigen könne. Wenn alle achtsam mit Wasser umgehen und es nur für das verbrauchen, wofür es im täglichen Leben tatsächlich gebraucht werde, sei die Situation schwierig, aber nicht aussichtslos.

Die Salzburgerinnen und Salzburger verbrauchen durchschnittlich täglich rund 130 Liter Wasser pro Person, wie aktuelle Zahlen der Salzburg AG zeigen. Rechnet man den Verbrauch von Industrie, Gewerbe und Fremdenverkehr hinzu, ergibt sich ein Wert von etwa 240 Litern pro Person und Tag. Der Durchschnittsverbrauch ist in den letzten zehn Jahren leicht gesunken.

Sparsamere Geräte und Kreislaufsysteme

Gründe für den Rückgang seien laut Salzburg AG, dass moderne Haushaltsgeräte und Sanitärinstallationen weniger Wasser benötigen. Gewerbe- und Industriebetriebe gehen aus Kostengründen sparsamer mit Trinkwasser um und nutzen über Kreislaufsysteme das Wasser mehrfach.

In Zukunft müssten sich die Wasserversorger Gedanken um eine bessere Erschließung von Quellen machen, fordert Sampl. In zwei Dritteln der Salzburger Gemeinden besteht eine Gemeinde-Wasserversorgung, dazu kommen mehr als 550 Wassergenossenschaften und große private Versorger wie die Salzburg AG.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3365637/

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