Genussladen in Föhrenau begeistert Landesrat Kasser
Finanz-Landesrat Toni Kasser hat den kleinen Genussladen in Föhrenau besucht und sieht in dem Konzept Potenzial für die gesamte Direktvermarktung in Niederösterreich. Der Laden wird von einem Verein betrieben, der ohne Gewinnabsicht arbeitet.
Toni Kasser zeigte sich nach einer ausführlichen Besichtigung des Genussladens überzeugt. „Ein Modell, dass über Lanzenkirchen hinaus Potential hat die Direktvermarktung in Niederösterreich zu unterstützen“, lautete seine Einschätzung.
Verein statt Unternehmen
Der kleine Genussladen wird nicht von einem gewinnorientierten Unternehmen geführt, sondern von einem Verein. Gegründet wurde dieser von GGR David Diabl und GR Maria Kornhofer, geleitet wird er von Landwirtin und Obfrau Melanie Tremmel. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und deckt lediglich die Kosten, wodurch faire Preise für regionale Erzeuger und Kunden ermöglicht werden.
Rund 40 regionale Lieferanten beliefern den Laden mit Fleisch- und Milchprodukten, Gemüse und weiteren regionalen Köstlichkeiten. Der Laden ist täglich von 6 bis 23 Uhr geöffnet, barrierefrei und ohne Zugangsbeschränkung erreichbar.
Nahversorgung ohne Hürden
Bürgermeister Bernhard Karnthaler betonte, dass der Gemeinde der unkomplizierte Zugang wichtig war. „Ich möchte nicht, dass man eine App oder eine Altersverifizierung benötigt, nur um einkaufen gehen zu können. Der Genussladen soll für alle da sein. Möglichst einfach und unkompliziert. Ein Beweis dafür, dass bei uns in Lanzenkirchen die Welt noch in Ordnung ist“, so Karnthaler.
David Diabl, Initiator und Obmann-Stellvertreter, erklärte, dass es dem Verein wichtig gewesen sei, im Ortsteil Föhrenau wieder eine Einkaufsmöglichkeit zu schaffen. Seit Jahren habe es dort keine Nahversorgung mehr gegeben. Er dankte Maria Kornhofer, die sich seit Beginn mit viel Engagement um die Lieferanten kümmere und damit wesentlich zur Vielfalt und hohen Qualität des Angebots beitrage.
Landesrat Kasser interessierte sich besonders für das Prinzip: Ein Verein, der Direktvermarkter und Landwirte fördert, die Versorgung vor Ort garantiert und dabei ohne Gewinnorientierung arbeitet. Das ermögliche es, regionale Wertschöpfung zu sichern, ohne dass Produzenten oder Kunden zusätzlich belastet werden.
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