Gerber fordert rasche Lösung bei Saisonierverordnung

Tirols Tourismuslandesrat Mario Gerber drängt auf eine schnelle und praxistaugliche Regelung für Saisonarbeitskräfte. Die Betriebe dürften nicht in Unsicherheit gelassen werden, warnt er.
Tirols Tourismuslandesrat Mario Gerber verlangt eine schnelle und praxistaugliche Regelung der Saisonierverordnung. Die laufenden Diskussionen dürften nicht dazu führen, dass die Betriebe im Unklaren gelassen werden. Ohne ausreichend Personal könne die Branche weder ihre Leistungsfähigkeit noch die hohe Qualität des Angebots aufrechterhalten.
„Unsere Tourismus- und Gastronomiebetriebe stehen jeden Tag für Qualität, Gastfreundschaft und Wertschöpfung in den Regionen. Dafür brauchen sie aber auch die notwendigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Gerber. Wer Tourismus auf höchstem Niveau fordere, müsse auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.
Vollbeschäftigung macht Saisonkräfte unverzichtbar
In touristisch geprägten Regionen wie Tirol seien Saisonarbeitskräfte unverzichtbar. Das Bundesland habe die niedrigste Arbeitslosigkeit Österreichs und befinde sich vielerorts de facto in Vollbeschäftigung. Trotz aller Anstrengungen der Betriebe, heimisches Arbeitskräftepotenzial zu nutzen, ließen sich Spitzenzeiten oft nicht ausschließlich mit inländischem Personal abdecken.
„Es geht hier nicht um Ideologie, sondern um die Realität in unseren Betrieben“, betont der Landesrat. Gerade weil Tirol beim Arbeitsmarkt österreichweit Spitze sei, benötigten die Betriebe qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland, um den Bedarf in den Saisonspitzen zu decken. Fehlende Arbeitskräfte führten zu eingeschränkten Angeboten, reduzierten Öffnungszeiten und gefährdeten letztlich die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts.
Verlässliche Kontingente gefordert
Gerber spricht sich für eine rasche Einigung auf verlässliche Saisonkontingente aus. So könnten Betriebe Planungssicherheit erhalten und Arbeitsplätze sowie regionale Wertschöpfung langfristig gesichert werden.
„Wer Qualität, Beschäftigung und Wertschöpfung sichern will, muss den Betrieben auch die dafür notwendigen Arbeitskräfte ermöglichen“, so der Wirtschaftslandesrat. Tirols Tourismus brauche Planungssicherheit statt Stillstand. Die Betriebe dürften nicht auf der politischen Warteschleife stehen, während die nächste Saison vorbereitet werde.
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