Getreideernte fällt um 14 Prozent unter Durchschnitt

Mathias FischerMathias Fischer
© Wolfgang Weiser / Pexels (Symbolbild)

Hitze und Trockenheit haben heuer zu massiven Ernteeinbußen beim Getreide geführt. Die Agrarmarkt Austria meldet rund 2,5 Millionen Tonnen Getreide ohne Mais – das sind 14,4 Prozent weniger als im Fünf-Jahres-Schnitt.

Die Agrarmarkt Austria (AMA) hat am Mittwoch die Zahlen zur heurigen Getreideernte vorgelegt. Demnach wurden rund 2,5 Millionen Tonnen Getreide ohne Mais eingebracht. Das entspricht einem Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt 14,4 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Verantwortlich dafür sind die extreme Trockenheit und Hitze, die den Anbau stark beeinträchtigt haben.

Auch beim noch nicht geernteten Mais rechnet die AMA mit unterdurchschnittlichen Erträgen. In manchen Regionen Österreichs war es noch nie so trocken wie heuer.

Versorgung mit Brot und Backwaren gesichert

Trotz der geringeren Erntemengen stehen laut Günter Griesmayr, Chef der Agrarmarkt Austria, ausreichend Mengen für die Produktion von Brot, Mehl und Backwaren bereit. Bei einer Pressekonferenz in Wien betonte er zudem die hohe Qualität des geernteten Brotgetreides.

Weichweizen besonders betroffen

Bei Weichweizen beträgt die Ernte rund 1,24 Millionen Tonnen. Das bedeutet ein Minus von 22,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 18,4 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel. Zwei Faktoren spielen dabei eine Rolle: Die Anbaufläche ist um 2 Prozent zurückgegangen, der Ertrag pro Hektar sank deutlich auf 4,9 Tonnen – ein Rückgang um 22,2 Prozent.

Maisprognose ebenfalls negativ

Die Maisernte steht noch aus und erfolgt im Laufe des Sommers und Herbstes. Die AMA prognostiziert für die gesamte Getreideproduktion inklusive Körnermais heuer 4,5 Millionen Tonnen. Das wäre ein Minus von 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 12,2 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt.

Quelle: APA

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