Getreideernte im Burgenland um bis zu 50 Prozent gesunken

Wegen Trockenheit und Hitze fiel die Ernte im Burgenland deutlich geringer aus als im Vorjahr. Die Verluste liegen zwischen 30 und 50 Prozent, so die Wirtschaftskammer.
Die Getreideernte im Burgenland ist heuer massiv eingebrochen. Bereits zu Jahresbeginn deutete sich ein schwieriges Jahr für die Landwirtschaft an, da die Ernte aufgrund der warmen und trockenen Witterung so früh wie nie zuvor startete.
Die Folgen sind deutlich geringere Erträge, besonders im konventionellen Anbau. Hannes Mosonyi, Obmann des Landesgremiums Agrarhandel der Wirtschaftskammer, beziffert die Einbußen auf 30 bis 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im biologischen Anbau seien die Erträge etwas besser gewesen.
Wasserschonende Methoden im Fokus
Die Versorgung sei grundsätzlich gesichert, dennoch müsse man sich für kommende Jahre rüsten. Markus Fritz, Prokurist der Pannatura GmbH, setzt auf wasserschonende Bodenbearbeitung. Dadurch soll mehr Feuchtigkeit im Boden verbleiben oder die Verdunstung reduziert werden.
Der Schutz des Bodens gewinnt in der Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. „Intakte Äcker sind ein Wasser- und Kohlenstoffspeicher“, erklärte Mario Winkler von der Hagelversicherung. In den vergangenen zehn Jahren hätten Frost, Hagel, Dürre und Starkregen im Burgenland Schäden von rund 250 Millionen Euro verursacht. Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) forderte eine klimafitte Landwirtschaft als Antwort auf diese Entwicklung.
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