Gewerkschaft fordert Ausbildungspflicht für Securities

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Beim Frequency Festival in St. Pölten sind heuer rund 1.000 Securities und Ordner im Einsatz. Die Gewerkschaft Vida Niederösterreich kritisiert, dass es für diesen Beruf keine verpflichtenden Voraussetzungen gibt, so der ORF.

Das Frequency Festival rechnet heuer mit bis zu 140.000 Besucherinnen und Besuchern. Für die Sicherheit bei der Großveranstaltung setzt der Veranstalter etwa 1.000 Securities und Ordner ein. Dass für diese Tätigkeit keine bestimmten Qualifikationen vorgeschrieben sind, stößt bei der Gewerkschaft Vida Niederösterreich auf Kritik.

In Niederösterreich sind laut Gewerkschaft zwischen 2.500 und 3.000 Menschen als Securities tätig. Die Zahl schwanke stark, da viele nur für einzelne Veranstaltungen engagiert würden. Zwar existieren Ausbildungen, doch zahlreiche Sicherheitsfirmen verlangen diese nicht. „Security kann man quasi über Nacht werden“, erklärt Horst Pammer, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Vida in Niederösterreich.

Sprachkenntnisse und Orientierung als Problem

Im Notfall müssten Securities in der Lage sein, Menschenmengen zu steuern. „Viele können aber weder einen Lageplan lesen noch ausreichend Deutsch sprechen“, so Pammer. Diese Problematik betreffe nicht nur das Frequency Festival. Der Veranstalter des Festivals widerspricht: Alle eingesetzten Securities könnten Deutsch und seien fähig, Lagepläne zu lesen. Ordner seien für einfachere Aufgaben zuständig und müssten keine Lagepläne lesen können.

Gesetz angekündigt, aber noch nicht umgesetzt

Anlässlich des Festivals erneuert die Gewerkschaft ihre Forderung nach einer verpflichtenden Ausbildung für Securities. Als rechtliche Grundlage soll das Sicherheitsdienstleistungsgesetz dienen. Die Umsetzung ist im Regierungsprogramm verankert und wurde bereits mehrfach in Aussicht gestellt. Aus dem zuständigen Staatssekretariat heißt es, man wolle rasch eine Lösung finden, ein Gesetzesentwurf liege aber noch nicht vor.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3367659/

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