Gewerkschaften fordern Zukunft für Ardo-Beschäftigte

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

PRO-GE und GPA drängen auf Lösungen für die rund 240 vom Schließungsplan des Ardo-Werks im Marchfeld betroffenen Arbeitskräfte. Die Gewerkschaften kritisieren die Haltung des belgischen Konzerns und fordern bessere Sozialpläne sowie eine permanente Arbeitsstiftung in Niederösterreich.

Die Produktionsgewerkschaft PRO-GE und die Gewerkschaft GPA zeigen sich erfreut darüber, dass Bund und Land weiter an Konzepten arbeiten, um die Tiefkühlgemüseproduktion im Marchfeld zu sichern. Im Zentrum der gewerkschaftlichen Bemühungen steht die Zukunft der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienen Respekt und faire Perspektiven für ihre Zukunft. Deshalb ist es wichtig, alle Optionen ernsthaft zu verfolgen. Besonders wenn es Investoren oder andere Lösungen gibt, die Arbeitsplätze erhalten können“, erklären die Gewerkschaftsvorsitzenden Reinhold Binder (PRO-GE) und Barbara Teiber (GPA).

Rund 240 Arbeitsplätze in Gefahr

Von den Schließungsplänen des Ardo-Werks sind etwa 190 Beschäftigte sowie ungefähr 50 Leiharbeitskräfte unmittelbar betroffen. Die Gewerkschaften üben scharfe Kritik an der ablehnenden Haltung des belgischen Mutterkonzerns gegenüber einer möglichen Übernahme. Sie fordern das Unternehmen auf, konstruktiv an Lösungsansätzen mitzuarbeiten und Verhandlungen über eine Fortführung des Standorts zuzulassen.

„Wer einen Standort schließen will, trägt trotzdem Verantwortung für die Arbeitnehmer:innen in diesem Betrieb. Es darf jetzt nicht darum gehen, eine Entscheidung möglichst rasch durchzuziehen, sondern darum, alle Möglichkeiten zum Erhalt von Arbeitsplätzen auszuloten“, betonen Binder und Teiber.

Sozialplan und Arbeitsstiftung gefordert

Gleichzeitig laufen die Verhandlungen über einen Sozialplan weiter. Auch hier sehen die Gewerkschaften erheblichen Nachbesserungsbedarf. „Solange es eine Chance auf den Erhalt des Standorts gibt, kämpfen wir dafür. Gleichzeitig erwarten wir, dass Ardo bei den Sozialplanverhandlungen endlich ein Angebot vorlegt, das der langjährigen Leistung der Beschäftigten gerecht wird“, so die beiden Vorsitzenden.

Zudem richten Teiber und Binder einen Appell an das Land Niederösterreich: Es müsse nun einen Beitrag zur Unterstützung der Betroffenen leisten und endlich eine permanente Arbeitsstiftung einrichten. „Wer gerade um seinen Arbeitsplatz fürchtet, darf nicht auch noch auf die Politik warten müssen!“, mahnen die Gewerkschafter. Die Beschäftigten müssten sich darauf verlassen können, im Fall eines Arbeitsplatzverlustes die notwendige Unterstützung zu erhalten.

Quelle: OTS

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