Gläubiger stimmen Sanierung von Gradwohl GmbH zu

Die Gläubiger der insolventen Ing. H. Gradwohl Gesellschaft m.b.H. in Melk haben am Dienstag dem Sanierungsplan zugestimmt. Die 338 Gläubiger erhalten eine Quote von 21 Prozent auf ihre Forderungen von rund 10,16 Millionen Euro.
Bei der Sanierungsplantagsatzung am Landesgericht St. Pölten stimmte die Mehrheit der Gläubiger dem vorgelegten Plan zu. Die vereinbarte Quote von 21 Prozent soll innerhalb von zwei Jahren nach Annahme ausgezahlt werden. Insgesamt meldeten 338 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 10,16 Millionen Euro an, wie der KSV1870 nach der Tagsatzung mitteilte.
Die Auszahlung erfolgt gestaffelt: Vier Prozent können kurzfristig an die Gläubiger verteilt werden. Die verbleibenden 17 Prozent werden in vier gleichen Raten zu je 4,25 Prozent über die kommenden zwei Jahre ausgezahlt. Die Finanzierung soll durch den laufenden Betrieb des Unternehmens sichergestellt werden.
Restrukturierung bereits eingeleitet
Jürgen Gebauer vom KSV1870 zeigte sich zuversichtlich, dass im zweiten Anlauf eine nachhaltige Sanierung gelingen wird. Die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen seien bereits während des Insolvenzverfahrens eingeleitet worden. Künftig will sich das Unternehmen auf die Produktion von Kunststoff-Tiefzieh- und Spritzgussteilen konzentrieren. Der Geschäftsbereich Druck wurde eingestellt.
Zweite Insolvenz binnen drei Jahren
Für die Gradwohl GmbH ist es bereits die zweite Insolvenz in kurzer Zeit. Im Jahr 2022 war ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden, das 2023 beendet wurde. Im Mai heuer musste der Betrieb erneut Insolvenz anmelden. Von der Insolvenz waren rund 160 Beschäftigte betroffen.
Quelle: APA
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