Glatz trifft mit Verona auf Hartberg zurück

Pia ProdingerPia Prodinger
Volleyballspiel mit Pokal und Fahnen von Österreich, Italien und Deutschland in Hartberg, Österreich.
© Mit KI (Gemini) generiert

Der TSV Hartberg richtet am Donnerstag und Freitag die erste Auflage der „Coppa Pallavolo Senza Confini“ aus. Beim Vorbereitungsturnier kommt es für Lukas Glatz zu einem besonderen Duell: Der 21-jährige Steirer gastiert mit seinem neuen Klub Verona Volley bei seinem Ex-Verein.

Beim Volleyball-Vorbereitungsturnier in Hartberg treffen vier Mannschaften aus vier Nationen aufeinander. Neben dem Gastgeber und österreichischen Meister TSV Hartberg sind der italienische Cupsieger Verona Volley, der deutsche Spitzenklub VfB Friedrichshafen und Volley Ljubljana aus Slowenien dabei. Das Turnier trägt den Namen „Coppa Pallavolo Senza Confini“ und wird erstmals ausgetragen.

Für Lukas Glatz wird die Partie am Donnerstag um 20 Uhr (live auf ORF Sport +) zu einer emotionalen Rückkehr. Der 21-jährige Außenangreifer wechselte erst im Sommer 2025 von Hartberg in die italienische SuperLega zu Verona. Nun steht er seinem Heimatverein als Gegner gegenüber. „Es wird sicher eine gute Kulisse werden. Ich kann es kaum erwarten“, erklärte der Steirer gegenüber der APA. Besonders auf die Stimmung in der Halle und das Wiedersehen mit früheren Mitspielern freue er sich. Am Freitag folgen das Spiel um Platz drei sowie das Finale.

Vom Bundesliga-Spieler zum Pokalsieger in Italien

Der Schritt von der österreichischen Bundesliga in die italienische SuperLega stellte für Glatz eine größere Herausforderung dar als zunächst gedacht. Das deutlich höhere Niveau, die Trainingsintensität und das professionelle Umfeld hätten eine große Umstellung bedeutet, berichtete er. Gleichzeitig ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. „Es war schon immer mein Traum, in Italien zu spielen. Spielen zu dürfen auf diesem Niveau, Wettkampferfahrung zu sammeln, ist schon was ganz Besonderes“, so der gebürtige Hartberger. Er versuche, alles aufzusaugen, um sich weiterzuentwickeln.

Bereits in seiner ersten Saison feierte der ÖVV-Teamspieler einen Erfolg: Mit Verona gewann er die Coppa Italia – den ersten Pokaltitel in der Geschichte des Vereins. Ermöglicht wurde sein Transfer durch das 2023 gegründete Projekt „Volleyball Senza Confini“ (Volleyball ohne Grenzen), das Hartberg, Verona und die VolleyAcademy Stoytchev-Kaziyski aus Bulgarien verbindet. Die internationale Kooperation soll Spielern und Vereinen Entwicklungsmöglichkeiten über Ländergrenzen hinweg eröffnen. Glatz machte im Winter 2024/25 mit drei Schautrainings in Verona auf sich aufmerksam.

Prominente Besetzung bei allen Teams

Besonders der Kader von Verona sorgt für Aufsehen. Neben Glatz und seinem österreichischen Teamkollegen Paul Buchegger stehen zahlreiche namhafte Spieler unter Vertrag. Neu im Team ist der Beach-Volleyball-Olympiasieger und dreifache Weltmeister Anders Mol aus Norwegen. „Ich kann mich erinnern, wie ich ihm in Wien auf der Donauinsel zugeschaut habe, wie der Beach-Volleyball gespielt hat. Und jetzt mit ihm in der Mannschaft zu spielen, ist ganz cool“, sagte Glatz.

Auch die anderen Teams sind hochkarätig besetzt. Bei Friedrichshafen steht Österreichs Männer-Nationalteamchef Adam Swaczyna an der Seitenlinie. Ljubljana verfügt über mehrere internationale Spitzenspieler, darunter auch EM-Medaillengewinner. Drei der vier Teams – Hartberg, Verona und Ljubljana – spielen diese Saison in der CEV Champions League.

Das Miniturnier dient allen vier Mannschaften als Vorbereitung auf die bevorstehende Saison. Verona wolle sich in Hartberg weiter einspielen und „Volleyball auf höchstem Niveau zeigen“, erklärte Glatz. Die Rückkehr in seine frühere Heimhalle bedeutet für ihn dennoch mehr als nur ein Turnier. „Als ich von Hartberg weggewechselt bin, habe ich mir gedacht: Hmm, das wird jetzt mal das letzte Spiel seit langem in dieser Halle gewesen sein, aber war es Gott sei Dank nicht.“

Quelle: APA

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