Globart-Festival widmet sich heuer der Radikalität

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Tage der Transformation in Melk stehen heuer unter dem Motto „Die Wurzel aus Wir“. Von 23. bis 25. Oktober erwarten Besucher Vorträge, Lesungen und Diskussionen rund um das Thema Radikalität – verstanden als Verwurzelung und Widerstandskraft.

Das Globart-Festival setzt sich heuer mit dem Begriff der Radikalität auseinander. Der Wortursprung „radix“ – die Wurzel – bildet die Grundlage für das Festivalmotto. Radikalität wird dabei als Verwurzelung, Tragfähigkeit und Widerstandskraft verstanden, als jener Boden der Geschichte, auf dem individuelles und gesellschaftliches Handeln fußt.

Zur Eröffnung nimmt die Philosophin Mirjam Schaub das Publikum mit auf eine Reise durch die Ideengeschichte der Radikalität. Der Theologe Wolfgang Palaver beleuchtet den Techno-Kapitalismus eines Peter Thiel. Die Schauspieler Daniela Golpashin und Manuel Rubey widmen sich in einer Lesung dem Briefwechsel zwischen der Widerstandskämpferin Sophie Scholl und dem Wehrmachtssoldat Fritz Hartnagel.

Programm am Freitag, 23. Oktober

Den Auftakt bildet um 15 Uhr ein Ausstellungsbesuch „Kirche ohne Gold“ im Stift Melk in Anwesenheit der Künstlerin Calinya. Die Ausstellung läuft von 5. Oktober bis 2. November in Zusammenarbeit mit der Dreikönigsaktion Österreich.

Um 16 Uhr führt ein Spaziergang von der Ausstellung im Gartenpavillon zum Kolomanisaal. Thema: „Glanz & Gloria? Die Kirche und ihr Verhältnis zu Gold“.

Die festliche Eröffnung mit Mirjam Schaub findet um 17.30 Uhr im Kolomanisaal statt. Ihr Vortrag trägt den Titel „Die Kunst des unbedingten Selbstgebrauchs. Radikal, très chique, gefährlich?“ und behandelt die unabdingbare Körperlichkeit radikalen Denkens. Den Abschluss bildet um 19.30 Uhr ein Konzert von Martin Klein.

Programm am Samstag, 24. Oktober

Der Samstag beginnt um 9.30 Uhr mit einem weiteren Spaziergang zur Tischlerei Melk. Um 10.30 Uhr diskutieren Kurator Günther Oberhollenzer und Pater Gustav Schörghofer mit der Kunstkritikerin Nina Schedlmeyer über Pietät, Radikalität und das Verhältnis von Religion und Kunst.

Um 13.30 Uhr steht ein Panel zum Thema „Sinn stiften in einer radikal transformierten Arbeitswelt“ auf dem Programm. Es diskutieren Werner Wutscher (New Venture Scouting), Karin Heyl (Crespo Foundation) und Sarah Haas (Think Tank KONTEXT), moderiert von Fabian Burstein.

Um 14.45 Uhr präsentieren Globart-Stipendiaten das Weltklimaspiel, das von 22. bis 25. Oktober vor Ort gespielt wird. Die Leitung hat Matthias Mittelberger in Kooperation mit Weitblick GmbH.

Der Politikwissenschaftler Ingolfur Blühdorn von der WU Wien spricht um 15.15 Uhr über „Die Widersprüchlichkeit des öko-emanzipatorischen Projekts: Eine radikale Selbstbefragung“.

Um 17 Uhr wird die Globart-Festschrift präsentiert. Die Journalistin Christina Pausackl (DATUM) spricht mit Stefanie Jaksch. Den Abschluss bildet um 19.30 Uhr die Lesung „Damit wir uns nicht verlieren“ mit Daniela Golpashin und Manuel Rubey.

Programm am Sonntag, 25. Oktober

Am Sonntag zeigt das Festival um 10 Uhr filmische Kurz-Dokus über „Protagonist:innen des Wandels“. Mit dabei sind Das zeitgemäße Theater, Estuar und Unverschwendet. Die Moderation übernimmt Manon Soukop in Kooperation mit Kulturknistern.

Um 11 Uhr hält Wolfgang Palaver seinen Vortrag „Peter Thiel – Libertarismus im Kampf gegen den Antichrist: Politik und Theologie im Zeitalter des Techno-Kapitalismus“.

Den Abschluss bildet ein Spaziergang „Zwischen Gedenken und Zukunftsgedanken“ mit Hans Hoffer (Globart), Alexander Hauer (Tischlerei Melk) und Elisabeth Perez (Kuratorin Street-Art-Projekt Melk).

Quelle: https://www.wachaukulturmelk.at/de/programm/globart-festivalpass-early-bird/64159

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