Glock halbiert Gewinn auf 47,7 Millionen Euro

Der Kärntner Waffenhersteller Glock hat 2025 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Während der Umsatz um 6,5 Prozent auf 626,7 Millionen Euro sank, brach der Jahresgewinn auf 47,7 Millionen Euro ein – mehr als die Hälfte weniger als 2024.
Die Glock Gesellschaft m.b.H. hat im Geschäftsjahr 2025 einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Wie aus dem am Dienstag im Firmenbuch veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht, sank der Gewinn auf 47,7 Millionen Euro – mehr als eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz ging um 6,5 Prozent auf 626,7 Millionen Euro zurück.
Als Gründe für die schwache Entwicklung nennt das Unternehmen die ungünstige Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro, die US-Zollpolitik sowie ein generell volatiles wirtschaftliches Umfeld. Ein großer Teil der Erlöse wird in den USA erwirtschaftet.
Optimistischer Ausblick trotz Unsicherheiten
Für das laufende Jahr 2026 zeigt sich der Pistolenhersteller zuversichtlich. Auf Basis der erfolgreichen Markteinführung der sechsten Generation der Glock-Pistolen werde eine positive Umsatzentwicklung erwartet, heißt es im Ausblick. Das Unternehmen verzeichne eine „ausgezeichnete Auftragslage“ und rechne mit rund 700 Millionen Euro Umsatz, teilte Glock der APA mit.
Die Produktion sei heuer verstärkt hochgefahren und der Mitarbeiterstand erhöht worden. „Wir nehmen auch weiterhin Mitarbeiter für technische Berufe und die Produktion auf“, so das Unternehmen.
Weniger optimistisch äußert sich Glock zur Ertragslage. „Insbesondere die Entwicklungen im Zusammenhang mit der US Zollpolitik können sich entsprechend auf das Ergebnis auswirken“, geht aus dem Jahresabschluss hervor.
50 Millionen Euro Ausschüttung geplant
An die Gesellschafter sollen 50 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Gesellschafter sind die Glock Privatstiftung sowie Kathrin Glock, letzte Frau des 2023 verstorbenen Eigentümers Gaston Glock. Sie ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzende der Glock Gesellschaft m.b.H.
Der Konzern verfügt über Produktionsstandorte in Österreich, den USA und in der Slowakei. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten verringerte sich 2025 von 2.419 auf 2.325. Im Geschäftsjahr 2025 sei die insgesamt 30-millionste Glock-Pistole verkauft worden.
Quelle: APA
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