Glockenläuten am 31. Juli setzt Zeichen gegen Hunger

Am 31. Juli läuten um 15 Uhr die Kirchenglocken länger als üblich. Die Aktion von Caritas und Bischofskonferenz macht auf den weltweiten Hunger aufmerksam und sammelt Spenden für Hilfsprojekte.
Die Caritas Steiermark ruft gemeinsam mit der Bischofskonferenz zur Solidarität auf: Das verlängerte Läuten der Kirchenglocken am 31. Juli um 15 Uhr soll ein Signal für Nächstenliebe setzen. Im Rahmen der Hungerkampagne werden Spenden gesammelt, um nachhaltige Projekte in den ärmsten Ländern der Welt zu finanzieren.
Die Organisation konzentriert sich dabei auf den Südsudan und Burundi. Dort arbeitet die Caritas mit lokalen Partnern an Projekten in den Bereichen Bildung, Gesundheitsvorsorge und Landwirtschaft. Ein Partner im Südsudan betont, dass jede Spende dazu beitrage, Menschen mit Mahlzeiten zu versorgen, Kindern Bildung zu ermöglichen und die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken.
Millionen Menschen von Hunger betroffen
Im Südsudan sind 7,8 Millionen Menschen von Hunger betroffen, 2,2 Millionen Kinder leiden an Unterernährung. Die Folgen des Klimawandels verschärfen die Lage dramatisch: Der Regen bleibt aus oder die Regenzeiten verschieben sich, wodurch die Ernteerträge sinken.
Zusätzlich belastet die Gewaltsituation im benachbarten Sudan die Region. Menschen fliehen vor der humanitären Katastrophe in den Südsudan, der selbst zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Die Caritas Steiermark leistet dort akute Nothilfe und betreibt langfristige Projekte.
Klimakrise als Treiber des Hungers
Auch in Burundi stehen Bildungs- und Landwirtschaftsprojekte im Mittelpunkt der Arbeit. Nachhaltige landwirtschaftliche Methoden sollen nicht nur gegen den Klimawandel wirken, sondern auch die Ernährungssituation der Bevölkerung verbessern.
Bischof Wilhelm Krautwaschl appelliert an die Bevölkerung: Mehr als 600 Millionen Menschen würden weltweit hungern. Jeder könne etwas dagegen tun, ob Großes oder Kleines.
Caritas-Vizedirektor Thomas Ferk weist darauf hin, dass die Klimakrise jene am stärksten treffe, die am wenigsten dazu beitragen. Kriege und Konflikte würden die Not der Flüchtenden verstärken. Mit Projekten für nachhaltigen Anbau, Bildung und Ernährungszentren wolle man den Menschen zeigen, dass sie nicht alleine seien.
Internationale Hilfsgelder bleiben aus
Die Verantwortliche für Auslandshilfe der Caritas Steiermark berichtet, dass die Situation im Südsudan von Jahr zu Jahr schwieriger werde. Gerade weil internationale Hilfsgelder ausbleiben, sei es wichtig, vor Ort zu bleiben und mit starken Partnern zusammenzuarbeiten. Durch Lerngärten, Ernährungsprojekte und verschiedene landwirtschaftliche Maßnahmen solle die Situation nachhaltig verbessert werden.
Weitere Informationen zur Hungerkampagne finden sich auf der Website der Caritas Steiermark.
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