Gogl-Walli im EM-Halbfinale über 400 Meter

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham hat sich Susanne Gogl-Walli am Mittwoch für das Halbfinale qualifiziert. Die 30-Jährige lief über 400 Meter auf Rang elf der Vorläufe.
In den Vorläufen der Nicht-Vorqualifizierten über 400 Meter erreichte Susanne Gogl-Walli in 52,12 Sekunden den elften Platz. Damit schaffte sie den Aufstieg ins Halbfinale, für das sich 13 Läuferinnen qualifizierten – elf waren bereits gesetzt.
„Ich habe definitiv das Maximum rausgeholt. Es war für mich ein runder Lauf, es war die schnellste Zeit seit Februar. Es ist eine coole Sache, dass ich im Semifinale bin“, sagte die EM-Siebente von 2024 nach dem Rennen. Sie hätte zwar gerne in Bestform zum Großereignis antreten wollen, doch Verletzungen hätten das verhindert. „Das war aufgrund der Verletzungen in den letzten Monaten nicht möglich. Wir haben nicht so trainieren können, wie wir wollten. Die Wade ist gut ausgeheilt, das Problem zuletzt war der Hamstring“, erklärte Gogl-Walli mit Blick auf die Oberschenkelmuskulatur.
Die Athletin wollte sich jedoch nicht auf das Negative konzentrieren. Sie sei schmerzfrei gelaufen und mit dem Gefühl, ihr Bestes gegeben zu haben. Als ältere Athletin verfüge sie über die Grundlage, zwei Läufe hintereinander zu bewältigen, auch wenn die Vorqualifizierten für die Vorschlussrunde am Donnerstag einen Vorteil hätten. „Ich freue mich, wenn ich unter 52 Sekunden komme, das nehme ich mir vor“, so Gogl-Walli, deren persönliche Bestleistung bei 50,60 Sekunden liegt.
Strohmayer-Dangl scheiterte im Halbfinale
Für Niklas Strohmayer-Dangl war hingegen im Halbfinale über 400 Meter Hürden Endstation. Der 24-Jährige kam in 49,20 Sekunden ins Ziel und belegte im Gesamtklassement den 14. Platz. Damit verpasste er einen neuen österreichischen Rekord nur um zwei Hundertstelsekunden.
„Ich war 16. der Entry-List, mit dem 14. Gesamtrang rauszugehen, da habe ich alles erfüllt, was in meiner Macht war. Das Niveau ist irrsinnig hoch. Ein Finale wäre einfach außer Reichweite gewesen“, sagte der Burgenländer nach dem Rennen. Die zur Mittagszeit erbrachte Leistung nach dem Vorlauf am Vortag sei quasi gleichwertig mit dem Rekord, merkte er an.
„Ich habe mir vorgenommen, mutiger anzulaufen und das ist mir gelungen. Die ersten sieben Hürden waren heute eine halbe Sekunde schneller als gestern, hinten habe ich ein bisschen was verloren“, analysierte Strohmayer-Dangl. Er hatte erst vor wenigen Wochen den fast 41 Jahre alten Rekord von Thomas Futterknecht aus dem Jahr 1985 (49,33 Sekunden) gebrochen. Die Hochform wolle er ausnützen und heuer noch einen Rekord laufen, entweder in Berlin, Göteborg oder Lausanne. Eine Startzusage habe er allerdings noch nicht.
Quelle: APA
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