Grabher Topfavoritin bei ITF-Turnier in Amstetten

Die Vorarlbergerin Julia Grabher geht als Nummer eins gesetzt in die „Ladies Open“ in Amstetten. Das ITF-W100-Turnier mit 100.000 Dollar Preisgeld lockt bis 26. Juli Spielerinnen aus mehr als 20 Nationen ins Mostviertel, so der ORF.
Die Vorarlbergerin Julia Grabher führt die Setzliste der „Ladies Open“ in Amstetten an und hat heuer gute Chancen auf ihren ersten Turniersieg im Mostviertel. 2024 konnte sie verletzungsbedingt nicht teilnehmen. Im Jahr davor war im Halbfinale gegen Lilli Tagger Endstation – die Tirolerin fehlt diesmal ebenso wie Titelverteidigerin Sinja Kraus.
Grabher hatte sich zuletzt in Kitzbühel im rein österreichischen Finale Kraus mit 3:6 und 1:6 geschlagen geben müssen. Dennoch reist sie als Topfavoritin nach Niederösterreich.
Aufwertung bringt stärkstes Feld der Turniergeschichte
Das Turnier wurde auf ein ITF-W100-Turnier aufgewertet und ist mit 100.000 US-Dollar Preisgeld dotiert. Das sorgt für die bisher stärkste Besetzung in der Geschichte der Veranstaltung. Insgesamt schlagen Spielerinnen aus über 20 Nationen bis 26. Juli in Amstetten auf.
17 Teilnehmerinnen können Turniersiege aus der laufenden Saison vorweisen. An der Spitze der internationalen Konkurrenz steht die Italienerin Lisa Pigato, die auf Platz 128 der Weltrangliste geführt wird. Auch die ehemalige Top-40-Spielerin Elina Avanesyan aus Armenien ist am Start.
Junge ÖTV-Talente mit Wildcards
Hinter Grabher positionieren sich junge österreichische Talente. Die 19-jährige Ekaterina Perelygina erhielt als Staatsmeisterin eine Wildcard für den Hauptbewerb, ebenso die Salzburgerin Arabella Koller und die Klosterneuburger Lokalmatadorin Ava Schüller. Für die 20-Jährige ist es das bisher größte Turnier ihrer Laufbahn.
Die letzte Wildcard ging an die erst 15-jährige Deutsche Ida Wobker, die in Deutschland als große Nachwuchshoffnung gilt. Sie wird von der früheren Topspielerin Barbara Rittner trainiert. Turnierdirektor Thorsten Liebich will die „Ladies Open“ auch international als Plattform für junge Spielerinnen etablieren.
Wirtschaftsfaktor für die Region
Für Amstetten entwickelt sich das Turnier zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor und Botschafter der Region. Der Center Court wurde auf rund 720 Sitzplätze erweitert. Internationale Gäste, das Tagesgeschäft und die mediale Präsenz würden einen spürbaren Mehrwert für die Stadt schaffen, betont der Veranstalter.
Die ITF World Tennis Tour Amstetten belegt Rang zwei bei den internationalen Streaming-Aufrufen im Turnierkalender. Der ORF überträgt die „Ladies Open“ erstmals an sechs Turniertagen von Dienstag bis Sonntag live in ORF 1 und ORF On.
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