Gramastetten reduziert unbebautes Bauland um 20 Prozent

Mona HopfingerMona Hopfinger
Landwirtschaft, Wald und Gebäude: Flächennutzung in Österreich mit Rückgang von Bauland und Anpflanzung von Setzlingen.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die oberösterreichische Gemeinde Gramastetten hat den Anteil ungenutzter Bauflächen innerhalb von fünf Jahren deutlich verringert. Während der WWF-Bodenreport österreichweit Kritik übt, zeigen die Zahlen aus der Gemeinde eine positive Entwicklung bei der Nutzung bestehender Baulandreserven.

Der WWF-Bodenreport hat die Debatte über Flächenverbrauch und Raumordnung neu entfacht. Oberösterreich wird in der Analyse besonders kritisch bewertet. Die Gemeinde Gramastetten zeigt jedoch, dass auf lokaler Ebene bereits wirksame Schritte für einen sorgsamen Umgang mit Boden gesetzt werden.

In Gramastetten ist der Anteil unbebauter Bauflächen in fünf Jahren merklich zurückgegangen: 2019 lag er noch bei 19,7 Prozent, 2024 nur noch bei 15,7 Prozent. Das bedeutet einen Rückgang um mehr als 20 Prozent.

Auch die Anzahl der theoretisch realisierbaren Wohneinheiten auf vorhandenen Baulandreserven hat sich verringert. 2022 waren noch 361 mögliche Wohneinheiten ausgewiesen, 2024 waren es 317. Innerhalb von zwei Jahren wurden damit 12,2 Prozent der verfügbaren Reserven mobilisiert oder einer Verwendung zugeführt.

Landwirtschaft und Wald dominieren Gemeindefläche

Gramastetten bleibt eine stark von Natur und Landwirtschaft geprägte Gemeinde: 60,3 Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich bewirtschaftet, weitere 31 Prozent sind Waldflächen. Nur 0,7 Prozent der gesamten Gemeindefläche entfallen auf Bauflächen.

Bürgermeister Harald Kogler wertet diese Entwicklung als Zeichen dafür, dass die bisherige Raumplanung auf dem richtigen Weg war:

„Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass wir in Gramastetten verantwortungsvoll mit unserem Boden umgehen. Bestehendes Bauland wird zunehmend genutzt, wodurch der Anteil unbebauter Flächen innerhalb von fünf Jahren um mehr als 20 Prozent gesunken ist. Das ist eine erfreuliche Entwicklung und bestätigt unseren eingeschlagenen Weg.“

Fokus auf bestehende Infrastruktur

Auch in Zukunft soll der Schwerpunkt darauf liegen, vorhandene Flächen und bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen. Gleichzeitig brauche es eine langfristige und ausgewogene Planung, die sowohl dem Schutz wertvoller Flächen als auch den Bedürfnissen kommender Generationen gerecht wird.

„Bodenschutz bedeutet für uns nicht, jede weitere Entwicklung auszuschließen. Vielmehr geht es darum, genau zu prüfen, wo eine Entwicklung sinnvoll und langfristig vertretbar ist“, betont Kogler. Die Gemeinde wolle wertvolle Flächen für Landwirtschaft und Natur bewahren, bestehende Infrastruktur effizient nutzen und gleichzeitig leistbares Wohnen sowie Entwicklungsmöglichkeiten für die nächste Generation ermöglichen.

Quelle: https://www.gramastetten.ooe.gv.at/Gramastetten_setzt_auf_verantwortungsvolle_Bodenpolitik

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