Granate aus Zweitem Weltkrieg bei Klettersteig entdeckt

Pia ProdingerPia Prodinger
© Pexels (Symbolbild)

Ein deutscher Bergsteiger hat am Montagnachmittag im Zustiegsbereich zum Lärchenturm in den Karawanken eine Werfergranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Experten des Entminungsdienstes sprengten das Kriegsrelikt vor Ort, so der ORF.

Ein Kletterer aus Deutschland wollte am frühen Montagnachmittag den beliebten Steig auf den Lärchenturm im Bereich der Koschuta in Angriff nehmen. Dabei stieß er im Zustiegsbereich auf eine Werfergranate aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nach dem Notruf bei der Polizei Ferlach wurden Spezialisten des Entminungsdienstes per Polizeihubschrauber zur Fundstelle gebracht. Die Experten entschieden, das acht Zentimeter große Objekt direkt am Fundort zu sprengen. Eine Bergung des hochexplosiven Materials sei zu riskant gewesen.

Sperrkreis von einem Kilometer eingerichtet

Rund um die Fundstelle wurde ein Sperrkreis von einem Kilometer errichtet. Diese Maßnahme sei üblich, um Passanten vor umherfliegenden Splittern zu schützen, erklärten die Fachleute. Um 16.11 Uhr erfolgte die kontrollierte Sprengung. Danach wurde der Gefahrenbereich wieder freigegeben.

Seit Dienstag ist der Aufstieg auf den Lärchenturm bei schönem Wetter wieder ohne Einschränkungen möglich. Laut Polizei werden in den Karawanken immer wieder Kriegsrelikte entdeckt. Der Entminungsdienst müsse in diesem Gebiet regelmäßig ausrücken.

Polizei warnt vor Berührung von Fundstücken

Die Behörden appellieren eindringlich, solche Fundstücke auf keinen Fall zu berühren oder zu bewegen. Die einzig richtige Reaktion sei ein Notruf bei der Polizei, betonten die Beamten.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3365520/

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