Graz: 12.500 Patienten in Erstversorgungsambulanz

Die Erstversorgungsambulanz des UKH und LKH Graz-West hat im vergangenen Jahr 12.500 leichtere Fälle behandelt. Das Modell läuft seit eineinhalb Jahren und entlastet die Notfallambulanzen spürbar, so der ORF.
Seit eineinhalb Jahren werden Patienten ohne akuten Notfall in der Erstversorgungsambulanz des UKH und LKH Graz-West versorgt. Im Vorjahr wurden dort 12.500 leichtere Fälle wie Verstauchungen, Wunden oder fiebrige Infekte behandelt.
Rund 1.000 Patienten pro Monat
Innerhalb weniger Minuten wird entschieden, ob ein Patient in der Erstversorgungsambulanz richtig aufgehoben ist oder doch in die Notfallambulanz muss. Etwa 1.000 Patienten suchen monatlich die Erstversorgungsambulanz auf, wie Christian Kammerlander, ärztlicher Direktor des UKH Graz, erklärte. Das Spektrum reiche von Verkühlungen und Kopfschmerzen bis zu verletzten Patienten, die selbstständig ins Krankenhaus kommen – letztere bildeten den größeren Anteil.
Nur mehr jeder zwölfte Patient landet in der Notfallambulanz des Unfallkrankenhauses, etwa bei einem Bruch. Zuvor erfolgt eine Abklärung durch die Radiologie des LKH West. Seit Einführung des Systems werden dort zwischen 600 und 800 Röntgenuntersuchungen pro Monat durchgeführt, so Helmut Schöllnast, Leiter der Radiologie im LKH Graz, Standort West.
Entlastung für Notfallambulanzen
Die Kooperation der beiden Häuser hat sich eingespielt. Auch in der Notfallambulanz des Landeskrankenhauses ist der Andrang merklich zurückgegangen. „Wir können uns besser auf die wirklichen Notfälle konzentrieren und uns auch auf die verbesserte Ausbildung unserer jungen Kolleginnen und Kollegen konzentrieren“, erklärte Thomas Gaisch, Leiter der Notaufnahme im LKH Graz, Standort West.
Die Erstversorgungsambulanz fungiert als Filter. Allgemeinmediziner übernehmen die Behandlung und buchen sich tageweise ein. Das einzigartige Modell wird von AUVA, KAGes, Gesundheitsfonds und den Sozialversicherungen getragen. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) sieht darin ein Zukunftsmodell für die Versorgung in Österreich.
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