Graz: Studierende zeigen Wiederbelebung

Am Samstag sind mehr als 150 Studierende der MedUni Graz und der FH JOANNEUM in der steirischen Landeshauptstadt unterwegs. An rund 35 Standorten bringen sie Passanten bei, wie man bei Herzstillstand Leben rettet.
Unter dem Motto "Rufen - Drücken - Schocken" findet am Samstag, 17. Oktober 2026, von 8 bis 18 Uhr eine groß angelegte Aktion in Graz statt. Mobile Teams zeigen an etwa 35 Standorten im gesamten Stadtgebiet, wie man bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit einfachen Sofortmaßnahmen helfen kann. Die Initiative "Drück mich!" will heuer 3.000 Menschen für ein Wiederbelebungstraining gewinnen.
Ermöglicht wird die Aktion durch die Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin mit Unterstützung der Ärztekammer Steiermark, der Stadt Graz und der engagierten Studierenden.
Stadtregierung übte an Reanimationspuppen
Rund um den Tag der Wiederbelebung am 16. Oktober finden österreichweit Aktionen und Übungsangebote statt. Mitglieder der Grazer Stadtregierung frischten zu diesem Anlass ihr Wissen für den Notfall auf. Unter Anleitung von Michael Eichinger und Klemens Heinz von der Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin übten sie an Reanimationspuppen die korrekte Ausführung der Herzdruckmassage.
Michael Furtmüller von der Initiative "Drück mich!" betont die Wichtigkeit raschen Handelns: "In Österreich erleidet etwa jede Stunde ein Mensch einen Herzstillstand, meistens zu Hause. Ob dieser Mensch überlebt, hängt wesentlich davon ab, ob jemand in den ersten Minuten den Mut hat, zu handeln. Und das ist einfacher, als viele denken. Herzstillstand - rufen - drücken - schocken. Genau diesen Mut wollen wir mit 'Drück mich!' wecken. Denn falsch machen kann man nur eines: nichts zu tun."
1.000 zusätzliche Leben könnten gerettet werden
In Österreich hat etwa alle 80 Minuten ein Mensch einen plötzlichen Herzstillstand. Das kann jeden treffen, zu jeder Zeit und in jedem Alter. Nur jeder Zehnte überlebt. Seit 2014 will die Initiative „Drück mich!“ möglichst vielen Menschen zeigen, wie man wiederbelebt. So könnten jedes Jahr 1.000 Menschen mehr in Österreich gerettet werden.
Wer den richtigen Takt für die Herzdruckmassage sucht, kann sich an drei Liedern orientieren: am Radetzky-Marsch, an „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees oder an „Baby Shark“.
Defibrillatoren im Stadtplan verzeichnet
In Graz gibt es viele Defibrillatoren, die jeder benutzen darf. Sie können im Notfall Leben retten. Wo sie hängen, zeigt der interaktive Sicherheitsstadtplan der Stadt unter graz.at/sicherheitsstadplan.
Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10474642/8106610/Tag_der_Wiederbelebung_Jede_Minute_zaehlt.html
Worüber spricht Graz morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.