Graz: Schwentner zur Vizebürgermeisterin gewählt

Judith Schwentner (Grüne) ist am 28. August zur Vizebürgermeisterin von Graz gewählt worden. Die konstituierende Gemeinderatssitzung wurde nach einer Unterbrechung fortgesetzt und endete mit der Angelobung der gesamten Stadtregierung.
Judith Schwentner erhielt im vierten Wahlgang 27 von 48 Stimmen und wurde damit zur Bürgermeisterin-Stellvertreterin gewählt. Magistratsdirektor Martin Haidvogl verlas die Gelöbnisformel, Schwentner antwortete mit „Ich gelobe“ und ist damit offiziell im Amt.
Die konstituierende Sitzung des Gemeinderates war am 27. August 2026 nach dem zweiten Wahlgang zur Wahl der Bürgermeisterinnen-Stellvertretung unterbrochen worden. Am 28. August um 15 Uhr wurde sie im Gemeinderatssitzungssaal fortgesetzt.
Schwentner betont Kontinuität der Zusammenarbeit
In ihrer Rede als frisch angelobte Vizebürgermeisterin hob Schwentner hervor: „Wir haben vor fünf Jahren einen gemeinsamen Weg eingeschlagen. Nach dieser Zeit können wir auf viel gemeinsamen Vertrauen aufbauen. Darum wollen wir weiter zusammenarbeiten.“ Sie freue sich sehr, auch künftig als Vizebürgermeisterin ein sehr großes Ressort zu verwalten. Besonders bedankte sie sich bei den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Graz.
Mehrere Wahlgänge notwendig
Im dritten Wahlgang hatte die ÖVP erneut Kurt Hohensinner vorgeschlagen. Klubobfrau Anna Hopper erklärte, die Grazer Volkspartei halte an ihrem Wahlvorschlag fest. Hohensinner erhielt 23 gültige Stimmen, dazu kamen 25 ungültige Stimmen.
Im vierten Wahlgang schlug die Klubobfrau der Grünen, Anna Slama, Judith Schwentner vor. Slama führte aus: „Wir entscheiden heute nicht nur über eine Person, sondern über die Richtung, die unsere Stadt Graz in den kommenden fünf Jahren einschlagen soll.“ Die Stabilität der Arbeit sei das wichtigste Fundament, auf das man in Zeiten wie diesen aufbauen könne.
KPÖ betont respektvolle Zusammenarbeit
Klubobfrau Sahar Mohsenzada (KPÖ) erklärte, sie schätze die respektvolle Zusammenarbeit und den feministischen sowie zukunftsgerichteten Blick auf die Stadt an Judith Schwentner. „Politik besteht nicht nur aus Programmen, Koalitionen und Ressortzuständigkeiten, sondern aus Menschen und wie sie miteinander umgehen“, sagte Mohsenzada. Man sei überzeugt, dass die Zusammenarbeit zwischen KPÖ und Grünen der Stadt guttue.
Stadtsenat komplett gewählt
Nach der Wahl der Vizebürgermeisterin wurden die fünf weiteren Mitglieder des Stadtsenats gewählt. Die KPÖ brachte Robert Krotzer und Manfred Eber ein, die ÖVP schlug Kurt Hohensinner und Claudia Unger vor, die FPÖ nominierte René Apfelknab.
Robert Krotzer und Manfred Eber wurden gegen die Stimmen der FPÖ zu Stadträten gewählt. Kurt Hohensinner und Claudia Unger erhielten einstimmige Zustimmung. René Apfelknab wurde gegen die Stimmen der NEOS und eines Gemeinderats zum Stadtrat gewählt. Magistratsdirektor Martin Haidvogl verlas die Gelöbnisformel, die Stadträtinnen und Stadträte antworteten mit „Ich gelobe“.
Weitere Tagesordnungspunkte
Nach der Angelobung der Stadtregierung befasste sich der Gemeinderat noch mit mehreren weiteren Punkten, darunter die Referatseinteilung, Unvereinbarkeitsbestimmungen, Vertretungsregelungen der Bürgermeisterin sowie die Festlegung künftiger Sitzungstermine.
Die konstituierende Gemeinderatssitzung endete um 16.08 Uhr. Bürgermeisterin Elke Kahr hatte die Sitzung eröffnet und Ehrengäste, Medienvertreterinnen und Medienvertreter, den Gemeinderat sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Magistrats begrüßt.
Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10471183/8109641/Neue_Grazer_Stadtregierung_angelobt.html
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