Graz-Seckau führt Doppelspitze im Generalvikariat ein

Die Diözese Graz-Seckau teilt ab Dienstag die Leitung des Generalvikariats auf zwei Personen auf. Weihbischof Johannes Freitag übernimmt die pastoralen Aufgaben, Lukas Grangl wird als Diözesandirektor für Verwaltung und Finanzen zuständig sein, so der ORF.
Mit dem Ruhestand von Generalvikar Erich Linhardt geht die Diözese Graz-Seckau einen neuen Weg: Erstmals wird die Leitung des Generalvikariats auf zwei Personen aufgeteilt. Diese Struktur ist in Österreich bislang einzigartig.
Pastorale Leitung durch Weihbischof
Weihbischof Johannes Freitag, der seit gut einem Jahr in der Steiermark tätig ist, wird als Generalvikar die Verantwortung für die pastoralen und kirchlichen Bereiche tragen. An seiner Seite steht Lukas Grangl, der als Diözesandirektor die weltlichen Aufgaben übernimmt.
Zu Grangls Zuständigkeiten zählen Verwaltung, Administration und finanzielle Angelegenheiten. Der gebürtige Obersteirer bringt eine vielseitige Ausbildung mit: Er hat Theologie und Jus studiert und war im Bank- und Immobilienbereich sowie in einer Steuerberatungskanzlei beschäftigt. Derzeit ist er auch im Verteidigungsministerium in der nationalen und internationalen Konzept- und Strategieentwicklung tätig. Privat ist Grangl verheiratet und hat drei Kinder.
Bewährte Zusammenarbeit
Die beiden kennen sich bereits aus gemeinsamer Tätigkeit in der Militärdiözese. Seit April vergangenen Jahres arbeitet Grangl auch in der Diözese Graz-Seckau eng mit dem Weihbischof zusammen.
Das Generalvikariat untersteht unmittelbar dem Diözesanbischof. Die neue Struktur lässt sich mit einem Unternehmen vergleichen: Der Bischof gibt als eine Art Vorstandsvorsitzender die grundsätzliche Richtung vor, das Generalvikariat setzt diese um.
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