Graz setzt Zeichen gegen Rollenklischees bei Kindern

Anlässlich des Internationalen Weltmädchentags am 11. Oktober haben das Referat Frauen & Gleichstellung und die Grazer Stadtbibliotheken Workshops für Volksschulkinder und Pädagogen organisiert. Dabei wurden Geschlechterklischees spielerisch hinterfragt.
Am 11. Oktober ist der Internationale Weltmädchentag. Er zeigt weltweit, welche Rechte, Chancen und Probleme Mädchen haben. Die Vereinten Nationen und die Kinderrechtsorganisation Plan International haben diesen Aktionstag ins Leben gerufen. Er setzt sich dafür ein, dass Mädchen und junge Frauen gleiche Rechte haben, gut lernen können und ohne Benachteiligung aufwachsen.
Aus diesem Anlass haben das Referat Frauen & Gleichstellung und die Grazer Stadtbibliotheken ein Zeichen für mehr Chancengleichheit und gegen stereotype Rollenbilder gesetzt. Neben der bereits traditionellen „Pinkifizierung“ des Grazer Uhrturms, die auf den Weltmädchentag und seine Anliegen aufmerksam macht, wurden Workshops für Kinder sowie pädagogische Fachkräfte angeboten.
Workshop für Volksschulkinder
Zum ersten Mal gab es in Zusammenarbeit mit der Grazer Stadtbibliothek den Workshop „Inselzeit: Mädchen dürfen alles. Und Burschen auch.” für Volksschulkinder. Melanie Berner, Fachreferentin im Referat Frauen & Gleichstellung, leitete ihn. An mehreren Stationen beschäftigten sich die Kinder kreativ mit alten Rollenbildern. Sie zeichneten zum Beispiel Menschen bei verschiedenen Tätigkeiten. Bei einem Memoryspiel ordneten sie Frauen und Männer aus denselben Berufen zu. So lernten die Kinder spielerisch, dass Interessen, Fähigkeiten und Berufswünsche nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Die Veranstalter sagten, die Rückmeldungen seien sehr positiv gewesen. Das zeige, wie wichtig es sei, Kinder früh für Vielfalt, Gleichberechtigung und persönliche Entfaltung zu öffnen.
Fortbildung für Pädagogen
Es gab noch einen weiteren Workshop mit dem Titel „Kinderbücher jenseits von Rollenklischees”. Er fand am Dienstag, 13. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Zanklhof statt. Eingeladen waren Fachkräfte aus der Elementarpädagogik und Lehrpersonen der Primarstufe. Gemeinsam mit der Workshopleiterin Berner überlegten die Teilnehmenden, wie man Geschlechterstereotype und Rollenbilder in Bildungseinrichtungen und Schulen ansprechen und darüber nachdenken kann.
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