Graz99ers starten gegen Schweizer Meister in die CHL

Pia ProdingerPia Prodinger
Eishockey-Pokal mit CHL-Logo, Schläger und Puck auf Eis, Uhr zeigt 19:54
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Die Graz99ers nehmen erst zum zweiten Mal an der Champions Hockey League teil. Zum Auftakt trifft der österreichische Meister am Donnerstag auf Fribourg-Gotteron aus der Schweiz. Auch der KAC und Red Bull Salzburg starten in den europäischen Bewerb.

Die Graz99ers bestreiten am Donnerstag (18.30 Uhr/ORF Sport+) erstmals seit sieben Jahren wieder ein Spiel in der Champions Hockey League (CHL). Der österreichische Meister trifft dabei vor eigenem Publikum auf den Schweizer Titelträger Fribourg-Gotteron. Während der KAC und Red Bull Salzburg regelmäßig im europäischen Wettbewerb vertreten sind, ist es für die Grazer erst die zweite CHL-Teilnahme der Vereinsgeschichte.

„Unser Ziel ist, dass wir aufsteigen“, erklärte 99ers-Präsident Herbert Jerich. Insgesamt qualifizieren sich 16 der 24 teilnehmenden Teams für die K.o.-Phase, die im November beginnt. Zuvor stehen im Grunddurchgang sechs Spiele auf dem Programm. Bei ihrer bisherigen CHL-Teilnahme vor sieben Jahren waren die Grazer bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden.

Das erste Duell mit Fribourg-Gotteron bezeichnete Jerich als „Kracher“. „In der Schweizer Liga muss man erst einmal Meister werden. Aber wir scheuen nicht zurück, wir springen ins kalte Wasser“, sagte der Präsident. Mit einer starken Leistung des Torhüters hält er eine Überraschung für möglich.

Größere Chancen rechnen sich die Steirer im zweiten Heimspiel am Samstag gegen die französischen Boxers de Bordeaux aus. „Wenn wir unser Ziel Aufstieg verfolgen wollen, ist das fast schon ein Pflichtsieg“, meinte Jerich. Das Erreichen der K.o.-Phase sei allerdings keine Bedingung. „Es ist eine Lernphase für die Leute, wir machen das langfristig.“ Die Doppelbelastung durch die CHL sieht er nicht negativ: „Wir sind stolz und haben uns das verdient. Vielleicht bist du dann auch bei Saisonstart besser in Schuss.“

Budget gesunken

Die neue Saison der ICE Hockey League beginnt am 18. September. Laut Jerich liegt das Budget der 99ers um einen deutlichen sechsstelligen Betrag unter jenem der Vorsaison. Sollte es erforderlich sein, könne im Laufe der Saison nachgebessert werden. „Mit uns ist wieder zu rechnen“, betonte der Präsident. Der Kader sei zwar jung und möglicherweise fehle noch etwas Erfahrung, „die Qualität ist aber sicher nicht schlechter als letztes Jahr“.

Als wichtiger Faktor gilt auch der Verbleib von Cheftrainer Dan Lacroix. Der Kanadier wurde unter anderem mit den Eisbären Berlin in Verbindung gebracht, gegen die die Grazer am kommenden Donnerstag (11. September) ihr erstes Auswärtsspiel in der CHL bestreiten. „Es war sehr eng. Hinter den Kulissen war gefühlt halb Europa hinter ihm her“, berichtete Jerich. „Der Trainer ist viel wert, er macht das Team einfach besser.“

Salzburg mit neuem Trainer

Red Bull Salzburg startet mit einem neuen Cheftrainer in die CHL-Saison. Der Kanadier Alan Letang hat seinen Landsmann Manny Viveiros abgelöst, von dem sich der Club nach dem Viertelfinal-Aus in der heimischen Meisterschaft getrennt hatte. Zuvor hatten die Salzburger viermal in Folge den Titel in der ICE Hockey League gewonnen. „Wir haben viel Charakter in der Kabine, der sich auch in schwierigen Momenten zeigt“, sagte der 50-Jährige.

Zum Auftakt der CHL empfangen die Salzburger am Donnerstag (19.15 Uhr) die Kölner Haie. Am 7. Oktober gastieren zudem die Eisbären Berlin in der Mozartstadt. „Unsere Regular-Season-Gegner haben es in sich“, betonte Letang. „Allein schon gegen diese Teams zu spielen, erhöht unser Wettkampflevel.“

Die Salzburger können auf eine starke CHL-Bilanz verweisen. In bisher elf Spielzeiten verpassten sie nur einmal die K.o.-Phase. Den größten Erfolg feierten sie 2018/19 mit dem Einzug ins Halbfinale.

KAC mit prominenter Verstärkung im Trainerteam

Der KAC bestreitet seine siebente Saison in der Champions Hockey League. Die Klagenfurter schafften bislang allerdings nur einmal den Sprung in die K.o.-Runde, nämlich in der Saison 2021/22. Zum Auftakt stehen am Donnerstag und Samstag (jeweils 19.15 Uhr) Heimspiele gegen Bordeaux und Fribourg-Gotteron auf dem Programm.

Neu im Trainerteam ist der frühere NHL-Profi Christoph Brandner, der als Co-Trainer tätig ist. Nach dem Ausscheiden im ICE-Viertelfinale gegen Szekesfehervar wollen die „Rotjacken“ wieder angreifen. Drei der vier Vorbereitungsspiele konnten sie für sich entscheiden. „Wir Trainer sind happy, dass die Struktur in unserem Spiel insgesamt schon gut funktioniert“, sagte Brandner nach Abschluss der Vorbereitung.

Der 51-Jährige genießt innerhalb der Mannschaft hohes Ansehen. Der ehemalige Stürmer schrieb 2003 Geschichte, als er als erster Österreicher in der NHL ein Tor erzielte. „Jeder hat großen Respekt vor ihm“, erklärte Abwehrchef Clemens Unterweger. „Im taktischen Bereich ist er top ausgebildet.“

Quelle: APA

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