Grazer Firma entwickelt weltweit erste KI für Brustkrebs

Ein Grazer Unternehmen hat eine Künstliche Intelligenz zur Krebserkennung entwickelt. Die Software analysiert MRT-Aufnahmen von Brust und Prostata und liefert binnen weniger Minuten eine erste Einschätzung, so der ORF.
Die Firma AIgnostikum ist aus einem Forschungsprojekt an der TU Graz hervorgegangen. „Es war sogar für uns etwas erstaunlich, dass im Bereich der Brustdiagnose überhaupt noch nichts am Markt war. Wir waren also da die absolut ersten weltweit“, erklärte Manfred Prantl vom Unternehmen. Für das Training der Software stellte das Grazer Diagnostikum einen anonymisierten Datensatz aus tausenden MRT-Untersuchungen zur Verfügung.
Fokus auf häufigste Krebsarten
Die Initiative ging vom medizinischen Leiter Dieter Szolar aus. Er wollte eine KI für Brust- und Prostatakrebs entwickeln, weil diese zu den häufigsten Krebsarten zählen. „Zum Zeitpunkt meiner Idee war noch überhaupt nichts weltweit auf dem Markt“, so Szolar. Der Vorteil liege darin, dass man über viele große homogenisierte Datensätze verfüge.
Ergebnis in unter fünf Minuten
Die KI namens RAIDAS liefert wenige Minuten nach der Magnetresonanztomographie eine erste Einschätzung – und das in weniger als fünf Minuten. Die Software gibt sofort eine zweite Meinung ab, wodurch man schneller zu genaueren Ergebnissen komme.
Für Patientinnen und Patienten soll das System rascher Gewissheit bringen. Im Fall einer Krebsdiagnose ermögliche es einen schnelleren Weg zur richtigen Behandlung.
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