Größtes Filmdepot Österreichs entsteht in Laxenburg

In Laxenburg wird Österreichs größter Filmspeicher gebaut. Das Filmarchiv Austria investiert 2,7 Millionen Euro in ein Zero-Emission-Archiv für rund 550.000 Filmrollen. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Am 13. November findet der Spatenstich für das neue Filmdepot in Laxenburg statt. Auf rund 1.700 Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein modernes Archiv, das Platz für etwa 550.000 Filmrollen bietet. Das Projekt wird als erstes Zero-Emission-Archiv Österreichs realisiert.
Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler, LAbg. Marlene Zeidler-Beck in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Vertreter der Verwertungsgesellschaften nehmen am feierlichen Akt teil. Ernst Kieninger, Direktor des Filmarchiv Austria, führt durch das Programm.
Langfristige Lösung für das Filmerbe
Das Filmarchiv Austria zählt zu den bedeutendsten Filmerbe-Institutionen Europas. Die Sammlung umfasst rund 550.000 Filme und wächst jährlich um mehr als 10.000 Werke. Die bisherigen Lagerkapazitäten sind seit Jahren ausgeschöpft, wertvolle Bestände mussten provisorisch untergebracht werden.
Der Neubau schafft zwei klimatisierte Depotebenen mit modernsten Rollregalanlagen. Bei konstanten vier bis fünf Grad Celsius und kontrollierter Luftfeuchtigkeit können analoge Filme über mehrere Jahrhunderte erhalten bleiben.
Nachhaltigkeit im Fokus
Eine hochgedämmte Gebäudehülle, begrünte Fassade und eine Photovoltaikanlage mit 155 kWp ermöglichen einen CO₂-neutralen Betrieb im Jahresmittel. Überschüssige Energie soll künftig auch die Wiener Standorte des Filmarchiv Austria versorgen.
Breite Finanzierungsallianz
Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport fördert das Projekt mit 600.000 Euro, die Kulturabteilung des Landes Niederösterreich mit 200.000 Euro. Weitere Partner sind die Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS), die Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien (VAM), die Verwertungsgesellschaft Rundfunk (VGR) sowie eine österreichische Privatstiftung.
Mit dem Neubau und der Sanierung bestehender Gebäude wird der Standort Laxenburg als zentrales Kompetenzzentrum für die Bewahrung des österreichischen Filmerbes langfristig gesichert.
Quelle: OTS
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